WCs

Arten, Maße und Materialien

Die beiden Buchstaben WC sind eine Abkürzung für den englischen Begriff „water closet" und verweisen auf dessen Ursprung. Denn in England wurde um 1700 das erste Klosett mit Wasserspülung entwickelt. Bei den heute üblichen WCs unterscheidet man im Allgemeinen zwischen wandhängenden und bodenstehenden.

Das Wand-WC wird ohne Verbindung zum Boden an der Wand befestigt.
Bidet und Wand-WC „Squadro“ mit Unterputz-Spülkasten von Antonia Lupi Design
Spülrandlose WCs, wie hier von Toto gelten als besonders hygienisch, da sie keine verborgenen Hohlräume aufweisen, in denen sich Ablagerungen oder Schmutzreste sammeln können

Montagearten

Beim Stand-WC steht der Korpus auf dem Boden. In der Regel stehen WC und Spülkasten als Einheit vor der Wand. Die Spülung wird über einen Knopf betätigt, der im Spülkasten integriert ist. Es gibt auch Stand-WCs, die mit einem Vorwandinstallations-System kombiniert werden können; diese Art des Einbaus ist jedoch eher unüblich. Stand-WCs haben einen waagerechten oder senkrechten Abgang (Abflussrohr).

Beim Wand-WC wird der Korpus ohne Verbindung zum Boden an der Wand befestigt. Bei dieser Variante lässt sich der Boden unterhalb des WCs durchgängig reinigen. Das Wand-WC benötigt eine geringere Einbautiefe als ein Stand-WC, kann allerdings nur in Verbindung mit einer Vorwandinstallation montiert werden (der Spülkasten ist in die Vorwand eingebaut).


Standardmaße
WCs gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen. In der Regel werden sie in Produktserien angeboten, bei denen das WC-Design auf die anderen Sanitärobjekten abgestimmt ist. Die VDI 6000
Ausstattung von und mit Sanitärräumen (Wohnungen)
empfiehlt folgende Maße für WCs:

  • Wand-WCs mit Vorwandinstallationen (Wandeinbau): 40 x 60 cm (Breite x Tiefe)
  • Stand-WCs mit Spülkasten vor der Wand: 40 x 75 cm (Breite x Tiefe)

Materialien

Meistens werden WCs aus Sanitärkeramik (Werkstoff aus Kalkstein und Quarzsand) hergestellt, aber auch Ausführungen aus Edelstahl oder Kunststoff sind auf dem Markt erhältlich.


Spülrandlose WCs

Ein WC ohne Spülrand gilt als besonders hygienisch, da es keine verborgenen Hohlräume aufweist, in denen sich Ablagerungen und Schmutzreste sammeln können. Die Innenbecken haben am Rand keine Aufkantung und keinen Überstand; sämtliche Stellen sind sichtbar, zugänglich und daher einfach zu reinigen. Für die Spülung gelten jedoch besondere Anforderungen: Es dürfen dabei weder Sprühnebel noch Spritzer entstehen. Angeboten werden WCs, bei denen die Spülung nicht wie üblich von oben nach unten erfolgt, sondern das Wasser mit starkem Druck und kreisenden Bewegungen ins Becken gelangt und so den Schmutz entfernt. Spülrandlose WCs sind für Privathaushalte ebenso geeignet wie für Krankenhäuser oder in stark frequentierten, öffentlichen Gebäuden.

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