Vernetztes Regenwassermanagement

Digitale Steuerung nach dem Schwammstadtprinzip

Starkregen und längere Trockenphasen stellen Kommunen vor eine doppelte Aufgabe: Regenwasser muss sicher abgeleitet und zugleich vor Ort gespeichert werden, um es gezielt wiederzuverwenden. Ein vernetzter Ansatz des Unternehmens ACO in Büdelsdorf verbindet dafür mehrere Komponenten, die sich in urbane Freiräume, Verkehrsflächen und Schwammstadt-Konzepte integrieren lassen. Über die Cloud-Plattform smart.aco lassen sich die verschiedenen Bausteine verknüpfen und ortsspezifische Daten mit lokalen Wetterinformationen zusammenführen.

Das Blockrigolensystem StormBrixx dient als unterirdische Versickerungs- und Rückhalteanlage.
Der Bewässerungsschacht leitet das gespeicherte Regenwasser automatisch an einzelne Bewässerungszonen und gibt nur die jeweils benötigte Menge ab.

Das Blockrigolensystem StormBrixx dient als unterirdische Versickerungs- und Rückhalteanlage. Je nach Ausführung lässt es Regenwasser versickern, gibt es gedrosselt ab oder speichert Oberflächenwasser. Dafür wird das System mit Geotextil und Kunststoffdichtungsbahn zum geschlossenen Reservoir ausgebaut. Mit MultiBrixx und PowerBrixx stehen unterschiedliche Einbautiefen zur Verfügung.

Der batteriebetriebene StormBrixx Level Sensor erfasst Füllstand, Versickerungsleistung und Temperatur. Die Werte werden digital übertragen und laufen in einem Dashboard zusammen. So lassen sich Überstau früh erkennen und Wartungsintervalle planen. Nach Herstellerangaben hält die Batterie bis zu vier Jahre; der Sensor ist auch im Bestand nachrüstbar.

Das ACO Smart Irrigation System verknüpft die Sensordaten mit Wetterprognosen und entscheidet über smart.aco, wann Wasser gespeichert, genutzt oder kontrolliert abgegeben wird. Ist Regen angekündigt, kann die Bewässerung pausieren. In Trockenphasen werden Bäume und Grünflächen gezielt versorgt. Bedient wird das System digital per Smartphone oder Computer. Hinzu kommt die Möglichkeit einer mobilen Wasserentnahme. Der neue Bewässerungsschacht übernimmt dabei die Verteilung. Er leitet das gespeicherte Regenwasser automatisch an einzelne Bewässerungszonen weiter und gibt jeweils nur die benötigte Menge ab.

Die verschiedenen Bausteine lassen sich zu einem System verbinden, das die Kanalisation bei Starkregen entlastet. 

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