Trittschalldämmung

Trittschall entsteht durch Gehen oder das Rücken von Gegenständen auf dem Boden. Er kann über die Decke übertragen werden und an anderer Stelle als Luftschall abstrahlen. Welche Lautstärke zulässig ist, steht in der DIN 4109-1: Schallschutz im Hochbau – Teil 1: Mindestanforderungen. Empfehlungen bei erhöhten Anforderungen finden sich in der VDI 4100: Schallschutz im Hochbau – Wohnungen – Beurteilung und Vorschläge für erhöhten Schallschutz

Auslösung und Übertragung des Trittschalls
Das Masse-Feder-Prinzip wird zur Entkopplung von Tritt- und Luftschall genutzt. Wie wirksam die Dämmschicht ist, hängt von ihrer dynamischen Steifigkeit, aber auch von der Einbausituation ab.
Trittschalldämmung einer Holzbalkendecke

Entkopplung

Um eine Minimierung der Schallbrücken zu gewährleisten, wird der Gehbelag konstruktiv von der Decke und den flankierenden Bauteilen entkoppelt. Dies gelingt etwa bei einem schwimmenden Bodenaufbau mit Trittschalldämmung und Randstreifen. Zu beachten ist dabei die DIN EN ISO 29770: Wärmedämmstoffe für das Bauwesen – Bestimmung der Dicke von Dämmstoffen unter schwimmendem Estrich.

Der Bodenaufbau folgt typischerweise diesem Prinzip:

  • Rohdecke (zum Beispiel massive Betondecke oder Trägerplatte einer Holzbalkendecke)
  • evtl. Ausgleichsschicht (bei Unebenheiten oder verlegten Leitungen)
  • Einbau der Randstreifen
  • Trittschalldämmung (zum Beispiel druckfeste Mineralwolle-, EPS-, Holzfaser- oder Korkplatten, Gummigranulat oder PUR-Schaum)
  • evtl. Verlegung von Heizschlaufen für eine Fußbodenheizung
  • Estrich
  • Bodenbelag

Die Trittschalldämmung muss vollflächig aufliegen und darf nicht unterbrochen werden. Die Randstreifen müssen – ebenfalls ohne Unterbrechung – umlaufend an allen angrenzenden Bauteilen und aufgehenden Wänden eingebaut werden. Dabei müssen die Dämmstoffstreifen eine Bewegung von mindestens 5 mm ermöglichen. Sie sind möglichst vor dem Einbau der Trittschalldämmung zu verlegen, sodass sie von der Rohdecke bis über den fertigen Fußboden reichen und gegen eine Lageveränderung beim Einbau des Estrichs gesichert sind. Ist dies nicht möglich – etwa bei einer Bestandsertüchtigung – können die Randstreifen auf die Dämmung gesetzt und beispielsweise mit doppelseitigem Klebeband an der Wand befestigt werden. Der überstehende Teil des Randstreifens ist vor der Verlegung des Bodenbelags abzuschneiden. 

Eigenschaften von Trittschalldämmstoffen

Trittschalldämmstoffe werden mit dem Typkurzzeichen T, beispielsweise für die Anwendung unter schwimmenden Estrichen, oder TK für Trittschalldämmstoffe mit geringer Zusammendrückbarkeit oder mit Anforderungen an den Luft- und Trittschallschutz nach DIN 4109 angegeben. Zugleich können sie bei der Berechnung der Wärmedämmung berücksichtigt werden. Folgende Parameter sind bei der Auswahl von Trittschalldämmstoffen zu beachten:

  • Die Zusammendrückbarkeit c wird gemeinsam mit der angegebenen Lieferdicke d angegeben. 
  • Die schalltechnischen Eigenschaften werden mit sg (geringe Zusammendrückbarkeit) und sm (mittlere Zusammendrückbarkeit) dargestellt.
  • Je nach zulässiger Einzel- und Flächenlast sind Trittschalldämmstoffe DES sm oder DES sg (geringe Zusammendrückbarkeit) zu wählen. Dabei bezeichnet das Kurzzeichen DES eine Innendämmung der Bodenplatte (oberseitig) unter Estrich mit Schallschutzanforderung. 
  • Die dynamische Steifigkeit s wird in MN/m3 angegeben. Je kleiner die dynamische Steifigkeit, desto weicher ist die Platte und desto höher ist ihr Federungsvermögen
  • Die Verbesserung des Trittschalldämmmaßes ΔLw wird in dB angegeben.

Fachwissen zum Thema

Das Masse-Feder-Prinzip wird zur Entkopplung von Tritt- und Luftschall genutzt. Wie wirksam die Dämmschicht ist, hängt von ihrer dynamischen STeifgkeit, aber auch von der Einbausituation ab.

Das Masse-Feder-Prinzip wird zur Entkopplung von Tritt- und Luftschall genutzt. Wie wirksam die Dämmschicht ist, hängt von ihrer dynamischen STeifgkeit, aber auch von der Einbausituation ab.

Eigenschaften

Dynamische Steifigkeit

Trittschall entsteht, wenn sich Menschen auf dem Bodenbelag bewegen. Eine Dämmschicht soll die Übertragung des Schalls auf andere Bauteile verhindern.

Trittschall entsteht, wenn sich Menschen auf dem Bodenbelag bewegen. Eine Dämmschicht soll die Übertragung des Schalls auf andere Bauteile verhindern.

Schallschutz

Trittschall

Kontakt Redaktion BauNetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Dämmstoffe sponsored by:
Deutsche Rockwool | Kontakt 02043 / 408 408 |  www.rockwool.de