Sonnenschutz für den Bergkristall
Kompakte Senkrechtmarkisen bieten freie Sicht
Das Allgäu ist seit jeher ein Sehnsuchtsort. In Oberstaufen, im Süden der Urlaubsregion, befindet sich das Resort Bergkristall Natur & Spa. In den vergangenen 20 Jahren wurde es mehrfach erweitert und umgebaut. Für die abgeschlossene 2026 jüngste Weiterentwicklung des Bergkristall Natur & Spa waren Alpstein Architekten zuständig.
2025 und 2026 ergänzten ein neuer Schwimmteich, weitere Suiten sowie das Restaurant Stube 3 die Hotelanlage. Dazu wurde der Spa-Bereich erweitert. Die Gebäude sitzen – so wie schon der Bestand – am Hang gestaffelt und richten den Blick in die Bergwelt. Die Architekt*innen griffen charakteristische Elemente und Materialien alpiner Bauten auf. Dazu zählen etwa die kleinteiligen Holzschindeln, die den Fassaden eine markante, fein strukturierte Oberfläche geben. Großformatige Verglasungen und dunkle Metallbauteile setzen dazu einen zeitgemäßen Kontrast.
Die Suiten bieten 65 bis 95 Quadratmeter Wohnfläche und umfassen private Wellnessbereiche mit Sauna, Infrarot und Whirlpool. Graue Möbelbezüge und Oberflächen mit Kalk-Marmorspachtelungen sowie Nuss- und Eichenholz prägen die Einrichtung. Technische Komponenten wurden möglichst versteckt. Franziska Heine, Raumausstatterin bei Fink im Haus, begleitete das Projekt in enger Abstimmung mit Alpstein Architekten.
Freie Sicht trotz Sonnenschutz
Dank der großflächig verglasten Pfosten-Riegel-Fassaden können die Gäste ihre Blicke in die Ferne schweifen lassen und die Allgäuer Bergwelt wird in die Räume geholt. Um diese Wirkung nicht zu stören, musste der Sonnenschutz quasi unsichtbar sein. Gefragt waren also geringe Einbautiefen, eine unauffällige Integration in die Fassadenkonstruktion sowie Lösungen für Eckverglasungen. Zugleich galt es, höchste Anforderungen an Komfort und sommerlichen Wärmeschutz zu erfüllen.
Franziska Heine entwickelte in Zusammenarbeit mit Bernd Wegmann, Fachberater beim Sicht- und Sonnenschutzhersteller MHZ, ein objektspezifisches Konzept mit zwei verschiedenen Systemen: Im Spa-Bereich kamen Senkrechtmarkisen vom Typ zip 6 als Sonderkonstruktion zum Einsatz. In den See-Suiten baute man die Fenstermarkisen zip_2.0 in Einputzvariante ein. Die Systeme können große Spannweiten erreichen und eignen sich dadurch für große Glasflächen. Dabei sind sie so kompakt, dass sie sich dezent in die Architektur einfügen.
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