Schiebeläden

Gradueller Sonnenschutz

Großformatig und individuell beweglich machen sie Fassade lebendig und prägen die Erscheinung des gesamten Gebäudes: Schiebeläden. Sie werden als außenliegender Sonnen-, Blend- und Sichtschutz eingesetzt. Die in Schienen geführten Rahmenelemente können manuell oder elektromotorisch verschoben werden werden. Je nach Gestaltungs- und Funktionswunsch können sie mit Blechen, Platten, Lamellen, Gittern oder Geweben ausgeführt werden. Durch mechanische Kupplung der einzelnen Flügel lassen sich auch größere Öffnungen verschließen.

Auch Lochbleche oder Metalldrahtgeflechte werden für Schiebeläden eingesetzt.
Bei Schiebeläden aus Holz muss auf eine Behandlung zum Holzschutz geachtet werden.

Die Flügel sind so konstruiert, dass sie die Innenräume vor dem Aufheizen bewahrt werden, bei ausreichendem Lichteinfall (außer bei Dämmläden). Durch Sonderausstattungen, etwa verstellbare Lamellen, und Beschläge zur Teilschließung, ist eine regulierbare Verschattung möglich. Eine weitere Sonderausführung sind Ausstell-Vorrichtungen für die Füllelemente. Hier sind die Füllungen in einem Hilfsrahmen untergebracht, der ausgestellt werden kann. Dieser Hilfsrahmen ist nicht so stabil wie der eigentliche Rahmen und neigt daher dazu, sich zu verziehen.

Material

Häufig bestehen Schiebeläden aus stranggepresstem und teilweise auch rollgeformtem Aluminium, das in der Regel pulverbeschichtet wird. Rollgeformte Profile werden auch bandlackiert produziert. Auch Lochbleche oder Metalldrahtgeflechte werden eingesetzt. Neben einem interessanten Lichteinfall ermöglichen sie tagsüber einen wirksamen Sichtschutz gegen Einsehbarkeit, bei nur geringfügig eingeschränkter Blickbeziehung nach außen. Gleichzeitig gestatten sie bei geöffnetem Fenster die Lüftung zu regulieren – eine besonders in Sommermonaten interessante Eigenschaft.

Bei Schiebeläden aus Holz werden überwiegend Nadelhölzer wie Kiefer oder Tanne verwendet. Für bestimmte Konstruktionsteile werden Harthölzer wie Eiche eingesetzt, vereinzelt auch Tropenhölzer wie Meranti. Da Fensterläden immer der Witterung ausgesetzt sind, ist ein guter Holzschutz besonders wichtig. Zur Beschichtung sind deckende Anstriche oder Dickschichtlasuren mit ausreichendem Pigmentanteil zu empfehlen. Einfache Imprägnierlasuren oder farblose Beschichtungen sind nicht zulässig. Eine regelmäßige Pflege und Instandsetzung ist unbedingt erforderlich.

Rahmen und Füllung

Der Rahmen ist das tragende Element zur Aufnahme der Füllungen und zur Befestigung der Aufhängeteile. Deshalb muss er ausreichend stabil sein. Bei Rahmen aus Holz gebräuchlich sind eine Rahmenstärke von 31 mm und eine Breite von ca. 85 mm. Bei anderen Materialien sind ähnliche Größen üblich. Allerdings gibt es Bauformen ohne Rahmen. Bei größeren Rahmenhöhen müssen Querverstärkungen verwendet werden, die sogenannten Zwischenfriese oder Kämpfer. Diese sind auch als Gestaltungselement einsetzbar. Trotz stabiler Rahmenkonstruktion empfehlen die Hersteller, bei Holzflügeln zusätzliche Verstärkungen anzubringen, etwa Ladenwinkel oder Scheinhaken.

Für die Füllung der Rahmen gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten, zum Beispiel schräg eingesetzte Jalousielamellen. Bei der Verwendung von Holz betragen die Abmessungen bei nicht vorstehender Ausführung ca. 32 x 11 mm, bei vorstehender Ausführung (Ohrenbretter) ca. 72 x 11 mm. Außerdem gibt es Stabfüllungen, das sind in Nut eingeschobene Profilstäbe, beispielsweise Rollladenprofile. Auch feste Füllungen, etwa Platten, Paneele oder Ähnliches, die in eine Nut eingeschoben sind, kommen vor. Eine Sonderform stellt der Bretterladen dar. Er besteht aus einem rahmenlosen Flügel, ist meistens aus Fichtenbrettern verleimt und mit eingeschobenen Gratleisten verstärkt. Die verschiedenen Füllungsarten können auch innerhalb des Rahmens kombiniert werden, als Trennung muss immer ein Zwischenfries eingebaut werden.

Baugrößen

Flügel für Schiebeläden können nicht in beliebiger Größe hergestellt werden. Vor allem für die Breite gibt es Beschränkungen. Bei Holz liegen sie bei etwa 60 cm – darüber hinaus sollten senkrechte Zwischenfriese vorgesehen werden. Für Aluminiumflügel bestehen Einschränkungen ebenfalls ab einer Breite von 60 cm.

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Bei Faltschiebeläden sind mehrere Einzelflügel gekuppelt, sodass sie sich falten und zur Seite schieben lassen.

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