Regenwassernutzung

Regenwassernutzungsanlagen sammeln Regenwasser, das sowohl für Reinigungszwecke als auch für die Gartenbewässerung, für Toilettenspülungen oder zum Wäschewaschen verwendet werden kann. Fast die Hälfte des täglichen Trinkwasserverbrauches kann so durch Regenwasser ersetzt werden.

Prinzip
Als Auffangflächen für Regenwasser dienen alle Dachflächen eines Gebäudes. Besonders gut geeignet sind geneigte Dachflächen mit einem Abflussbeiwert von 0.8 bis 0.9, deren Dachdeckung aus Ton, Schiefer oder Beton besteht. Das Dachablauf-Regenwasser fließt über ein Zuleitungssystem und einen vorgeschalteten Filter zu einem speziellen Regenwassertank. Dieser muss kühl (18°C) und dunkel gelagert sein, um Wachstum von Algen und Bakterien zu verhindern. Am besten eignen sich unterirdische Zisternen im Erdreich. Wenn kein Platz im Außengelände vorhanden ist, dann wird ein Kellertank genutzt. Bei der Berechnung des Speichervolumens werden die Größe der Dachfläche und deren Beschaffenheit, die jährliche regionale Niederschlagsmenge (Ertragsbeiwert nach DIN 1989-1: 2002-04) und der geschätzte Bedarf berücksichtigt.

Bevor das Wasser in den Speicher fließt, wird es mit selbstreinigenden Filtern gesäubert. Eine Pumpe fördert über einen nachgeschalteten Rückspülfilter das aufgefangene Wasser vom Sammeltank in ein separates Regenwasser- Verteilernetz. Das versorgt die Verbrauchsstellen im Haus.

In Trockenperioden erfolgt die Wasserversorgung über eine automatische Trinkwasser-Nachspeisung. Wie auch bei der Grauwassernutzung ist eine strikte Trennung vom Trink- und Regenwassersystem gefordert. Sinnvoll ist die Kombination einer Regenwassernutzungsanlage mit einem Gründach oder mit einer Regenwasserversickerung auf dem Grundstück.

Reinigung und Wartung
Die Regenwassernutzungsanlage mit ihren Schutzvorrichtungen muss nach DIN EN 13564 zweimal pro Jahr sorgfältig gewartet und gereinigt werden.

Bildnachweis: Interessengemeinschaft Regenwassernutzung (IGRW), Wien/A

Fachwissen zum Thema

Der Heizwärmebedarf eines Gebäudes lässt sich beispielsweise durch den Einsatz regenerativer Energien wie Solarthermie und Photovoltaik verringern.

Der Heizwärmebedarf eines Gebäudes lässt sich beispielsweise durch den Einsatz regenerativer Energien wie Solarthermie und Photovoltaik verringern.

Gebäudetechnik

Allgemeines zu Wärme, Kälte, Strom und Wasser

Schema Grauwassernutzung

Schema Grauwassernutzung

Gebäudetechnik

Grauwassernutzungsanlagen

Warmwasserbereitung

Gebäudetechnik

Warmwasserbereitung

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Nachhaltig Bauen sponsored by:
Prefa GmbH
Alu-Dächer und -Fassaden
Aluminiumstraße 2
D-98634 Wasungen
Telefon: +49 36941 785-0
E-Mail: office.de@prefa.com
www.prefa.de