Pfanne und Halseisen

Pfanne und Halseisen sind zum Anschlagen von Drehtorflügeln an Pfosten bzw. Torlaibungen geeignet. Sie sind  besonders für schwere Flügel oder solche von großer Ausladung geeignet.

Historische Zeichnug eines Halseisens, Schnitt und Aufsicht

Das Prinzip dieser Konstruktion beruht auf der Trennung von Führung (beim Schwenken) und Aufnahme (der senkrechten Lasten). Das obere Beschlagelement, das sogenannte Halseisen, umgreift klammerartig den senkrecht Flügelpfosten und leitet die Horizontalkräfte in den Pfosten ein. Dieses Halseisen führt den Flügel während des Schwenkens. Das untere Beschlagelement, die sogenannte Pfanne, nimmt die senkrechten Lasten aus dem Torgewicht auf. Die Pfanne bildet den Fixpunkt beim Schwenken des Flügels.

Durch dieses Konstruktionsprinzip können Beschläge der Bauweise auch tonnenschwere Lasten, wie sie z.B. bei großen geschmiedeten Portalen auftreten, sicher in den Pfosten bzw. die Torlaibung einleiten.

Werden die Flügelachse über den Pfosten hinaus verlängert, so lässt sich diese Bauweise sehr gut mit einem Torachsenantrieb automatisieren. Pfannen und Halseisen werden für den Einzelfall konstruiert und individuell gefertigt, nur kleinere Systeme sind auch im Baubeschlaghandel erhältlich.

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Tore im Gleichrichterwerk 106 in Berlin, Architekten: Bolwin Wulf, Berlin

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