Panoramaspiegel

Konvex gebogene Spiegel für 360°-Übersicht

An schwer einsehbaren Bereichen von Eingängen, Ein- und Ausfahrten von Garagen und sonstigen toten Winkeln ermöglichen Panoramaspiegel eine bessere Übersicht und Orientierung. Die linsenartigen und üblicherweise kreisförmigen Spiegel mit Durchmessern zwischen 30 cm und 60 cm werden auch als Ausfahrtsspiegel, Sicherheitsspiegel, Konvexspiegel, Wölbspiegel oder Verkehrsspiegel bezeichnet. Sie sind konvex, also nach außen gebogen und bilden einen 360°-Bereich ab. Sonderformen sind Kreis- bzw. Kugelsegmente für einen 180°-Bereich. Bei ihnen ist der obere Teil abgeschnitten, wenn beispielsweise die Einsehbarkeit der Decke irrelevant ist.

Sonderformen der linsenartigen Panoramaspiegel sind Kreis- bzw. Kugelsegmente für einen 180°-Bereich. Bei ihnen ist der obere Teil abgeschnitten, wenn beispielsweise die Einsehbarkeit der Decke nicht wichtig ist.
Da derartige Spiegel meist in Außenbereichen eingesetzt werden, sollten sie witterungsbeständig, beschlags- und vereisungsfrei sowie widerstandsfähig gegen Schläge bzw. Bruch und Kratzer sein.

Physikalisch-optische Funktionsweise

Konvexe Spiegel verkleinern das reflektierte Bild bei einer gleichzeitigen Vergrößerung des sichtbaren Ausschnitts. Dieser Effekt beruht auf dem physikalisch-optischen Reflexionsgesetz. Bei einem planebenen Spiegel gilt, dass der Einfallswinkel dem Ausfallswinkel entspricht – das „echte“ Bild ist also wie das Spiegelbild, physikalisch das virtuelle Bild, nur eben spiegelverkehrt.

Bei einem konvexen Spiegel werden jedoch die einfallenden parallelen Strahlen zu Brennpunktstrahlen, also in einem anderen Winkel reflektiert, wodurch das Spiegelbild als verzerrt wahrgenommen wird. Je stärker die Krümmung des Spiegels, desto verzerrter wirkt das virtuelle Bild. Ähnlich wie bei Pkw-Rückspiegeln muss dieses verzerrte Bild als solches gelesen oder vielmehr verstanden werden, um Abmessungen, Distanzen oder die Größe und Lage von Hindernissen korrekt beurteilen zu können.


Das Gegenteil von Konvexspiegeln sind Konkavspiegel, bei denen das reflektierte Bild vergrößert wird bei einer Verkleinerung des Ausschnitts. Dieses Prinzip nutzen beispielsweise Kosmetikspiegel und Parabolspiegel bei Teleskopen.

Material und smarte Erweiterbarkeit

Da Panoramaspiegel in der Regel außen eingesetzt werden, sollten sie witterungsbeständig, beschlags- und vereisungsfrei sowie widerstandsfähig gegen Schläge bzw. Bruch und Kratzer sein. Handelsüblich sind deshalb Spiegel aus gebogenem Kunststoff, meist Polymethylmethacrylat (PMMA, Acryl- oder Plexiglas), mit einer Folie als Beschichtung. Rahmen aus Kunststoff oder Aluminium schützen die Ränder. Die Befestigung erfolgt rückseitig mit Kragarmen an Pfosten oder Wandvorlagen.

Panoramaspiegel können auch in smarte Sicherheitssysteme integriert werden, in dem sie beispielsweise mit Sensoren und Videokameras ausgestattet werden.

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