Nachträgliche Horizontalabdichtung mit Mauersägeverfahren
Aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk stoppen
Feuchtigkeit im Mauerwerk zählt zu den häufigsten Schadensbildern an Bestandsbauten. Sie führt nicht nur zu ästhetischen Beeinträchtigungen wie Putzabplatzungen oder Ausblühungen, sondern kann langfristig auch die Bausubstanz und die Wärmedämmung erheblich beeinträchtigen. Ursache ist oft kapillar aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich, die sich ohne funktionierende Horizontalsperre ungehindert im Mauerwerk ausbreitet.
Das Unternehmen Prinz bietet mit seinem Mauersägeverfahren eine präzise Methode, um Außenwände dauerhaft trockenzulegen. Dabei wird das Mauerwerk horizontal durchtrennt – je nach Material mit Ketten- oder Diamantseilsägen. Im Vorfeld werden potenzielle Hindernisse wie Leitungen oder Rohre lokalisiert. Die Sägearbeiten erfolgen dann in Abschnitten von maximal einem Meter, um die Standsicherheit des Bauwerks zu gewährleisten.
In den Schnitt wird anschließend eine kapillarwasserdichte Sperrschicht eingebracht. Dabei handelt es sich meist um glasfaserverstärkten Kunststoff von mindestens 1,2 mm Stärke oder um 1,5 bis 2,0 mm starke HD-Polyethylenplatten. Für eine dauerhafte Wirkung müssen die Sperrplatten überlappend verlegt und kraftschlüssig verfugt werden, oft unter Einsatz von Keilplatten mit hoher Druckaufnahmefähigkeit (≥ 500 kp/cm2).
Erzielt wird eine Sperrwirkung von hundert Prozent, die zudem dauerhafter ist als bei chemischen Injektionsverfahren. Durch den mechanischen Eingriff bleibt die Ausführung sichtbar und damit überprüfbar. Somit gilt das Mauersägeverfahren als technisch ausgereift und kontrollierbar. Es ist in einschlägigen Regelwerken wie den WTA-Merkblättern beschrieben und wird insbesondere bei massiven Mauerwerkskonstruktionen eingesetzt, bei denen eine vollständige Trennung der Kapillarbahnen erforderlich ist.
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