Materialien für elastische Bodenbeläge

Rohstoffe, Eigenschaften und Verlegung

Ob zu Hause, in der Turnhalle, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum – elastische Bodenbeläge begegnen uns täglich. Und das aus gutem Grund: Sie sind in vielfältigen Ausführungen erhältlich, trittschalldämmend, pflegeleicht und bieten einen hohen Gehkomfort. Einen Überblick zu den gängigsten Materialien und ihren Eigenschaften geben wir in diesem Beitrag. 

Noppenboden aus Kautschuck
Gummiboden im SPB-Bürogebäude in Bergamo/I
Die Beläge werden vollflächig verklebt und bei vielen Materialien lassen sich die Nähte verschweißen, um eine geschlossene, feuchtigkeitsbeständige Fläche zu erzielen.

Materialarten und ihre Eigenschaften

Zu den elastischen Bodenbelägen, die überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, zählen Linoleum und Kork. Für die Gewinnung von Kork wird die Rinde der Korkeiche geschält. Sie wächst anschließend nach – ein Fällen des Baumes ist nicht erforderlich. Beläge aus begrenzten Ressourcen umfassen PVC und andere Kunststoffe sowie Gummi aus Synthesekautschuk bzw. -latex. 

Viele elastische Bodenbeläge teilen tatsächlich grundlegende Eigenschaften wie Elastizität, Pflegeleichtigkeit und Trittschalldämmung. Trotzdem gibt es Unterschiede in Materialqualität, Einsatzbereichen, Umweltverträglichkeit, Haptik und Optik, die aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzungen variieren. Hier ein Überblick: 

Linoleum

  • Eigenschaften: Natürlicher Werkstoff aus Leinöl, Harzen, Holz- oder Korkmehl und Jutegewebe; langlebig, antistatisch, pflegeleicht, bakterienhemmend, gute Trittschalldämmung.
  • Einsatzbereiche: z.B. Schulen, Kindergärten, Büros, Gesundheitswesen, öffentliche Gebäude

Kork

  • Eigenschaften: Erneuerbarer Rohstoff, warm, elastisch, trittschalldämmend, antistatisch, natürlich feuchtigkeitsabweisend.
  • Einsatzbereiche: z.B. Wohnbereiche, Büros, Schulräume, Sport- oder Yogastudios

PVC (Polyvinylchlorid)

  • Eigenschaften: Sehr widerstandsfähig, pflegeleicht, wasserfest, in vielen Designs erhältlich; aus petrochemischen Rohstoffen, kann Weichmacher enthalten.
  • Einsatzbereiche: z.B. Krankenhäuser, Schulen, Einzelhandel, Wohbereiche

Synthesekautschuk

  • Eigenschaften: Künstlich hergestellter Kautschuk mit einstellbaren Härtegraden, sehr widerstandsfähig, witterungsbeständig, hohe Elastizität.
  • Einsatzbereiche: z.B. Sportböden, Industriebeläge, Außenbereiche, Nasszonen

Syntheselatex

  • Eigenschaften: Elastisch, wasserabweisend, gute Haftungseigenschaften, als Bindemittel in Belägen oder Beschichtungen einsetzbar.
  • Einsatzbereiche: Meist als Beschichtung von Sport- und Mehrzweckböden, Bindemittel in elastischen Bodenbelägen

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Hersteller intensiv an der Reduktion von Schadstoffen, Umweltbelastung und Ressourcenverbrauch gearbeitet. Viele der Produktionsstätten für elastische Bodenbeläge sind nach ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Die ISO 14001 umfasst unter anderem Normen zur Erstellung von Ökobilanzen.

Verlegung von elastischen Bodenbelägen

Elastische Bodenbeläge werden in der Regel vollflächig auf einem ebenen, tragfähigen und sauberen Untergrund verlegt. Als Untergrund dienen meist Estriche. Vor der Verlegung wird der Untergrund grundiert und gegebenenfalls gespachtelt, um eine homogene, glatte Oberfläche zu schaffen. Die Beläge werden vollflächig verklebt und bei vielen Materialien lassen sich die Nähte verschweißen, um eine geschlossene, feuchtigkeitsbeständige Fläche zu erzielen.

Vertiefende Informationen zu den unterschiedlichen Bodenbelagsarten wie Linoleum, PVC, Gummi und Kork finden Sie in den entsprechenden nachfolgenden Kapiteln.

Fachwissen zum Thema

Beispiel Linoleum

Beispiel Linoleum

Elastische Beläge

Arten und Formen von elastischen Bodenbelägen

Elastische Beläge

Einsatzbereiche und Klassifizierung elastischer Bodenbeläge