Lüftungselemente

Lüftungselemente spielen in der Fassadentechnik eine zentrale Rolle. Nichts beeinflusst neben der gewählten Art der Temperierung der Räume die Behaglichkeit in gleicher Weise, wie die gewählte Art der Lüftung. Sowohl in öffentlich genutzten Gebäuden, als auch im Wohnungsbau steht die Lüftung immer wieder im Fokus der Betrachtung und der Diskussion, ist doch hiermit auch ein psychologischer Aspekt der Nutzerakzeptanz durch die Steuerung des Innenklimas betroffen.

Lüftungselement Außenfassade
Lüftungselemente
Lüftungselemente

Bautechnisch möglich sind sehr verschiedene Varianten, grundsätzlich werden die natürliche und die mechanische Lüftung unterschieden. Die natürliche Lüftung beschreibt die Verwendung von manuell zu bedienenden Öffnungen in der Gebäudehülle, wie Fenster, Lüftungsklappen oder einer zuschaltbaren Quelllüftung durch direkten Zustrom von Frischluft. Die mechanische Lüftung wird durch den Einsatz zentraler oder dezentraler Lüftungs- und Klimaanlagen (RLT-Anlagen) bewirkt, welche die Zu- und Abluft unter Verwendung von Ventilatoren und Düsen steuern.

Die Quantität der Lüftung wird durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Betrag für die Zufuhr von Frischluft und Abluft geregelt. Die Luftwechselrate ist die Berechnungsgrundlage für die Auslegung von Öffnungsgrößen, Anlagengrößen und Lüftungsquerschnitten.

Bei der Auslegung und Planung der Belüftung eines Gebäudes ist folgendes zu beachten:

  • Interne Lasten
  • Art der Nutzung,
  • Art der Gebäudetechnik
  • sowie externe (solare) Lasten.

Für den menschlichen Organismus ist die Versorgung mit frischer Luft lebensnotwendig, eine Exposition in schlecht temperierter, hygrisch nicht korrekt eingestellter oder verbrauchter Luft wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden der Menschen sowie deren Leistung und Konzentrationsfähigkeit aus.

Neben der Nutzerfreundlichkeit ist bei Gebäuden mit großer Höhe auch die Sicherheit im Zusammenhang mit der natürlichen Lüftung durch Fassadenöffnungen betroffen. Sie ist vom Fassadenplaner abzuwägen und ggf. durch spezielle hybride Konstruktionen zu berücksichtigen. Beispielsweise ist das Öffnen eines Fensters ab einer gewissen Höhe nicht mehr zumutbar, jedoch kann eine natürliche Belüftung durch eine Öffnung hinter einem perforierten Blech ermöglicht werden.

Bauphysikalisch möglich ist die Auslegung eines Gebäudes ohne natürliche Lüftung. Dann wird ausschließlich über eine numerische Steuerung die Lüftung kontrolliert, setzt jedoch den Nutzer dieser Technik aus. Eine für verschiedene Nutzer durchgängig zufriedenstellende Einstellung einer Lüftungs- bzw. Klimaanlage ist nur in den wenigsten Fällen möglich (Bürogebäude). Nutzerverhalten und Nutzerakzeptanz zeigen hierbei die Relevanz der Entscheidung zur grundsätzlichen Art der Lüftung.

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