Kräfte und Einflüsse

Windschäden am geneigten Dach vorbeugen

Auf die Dachdeckung wirken im Wesentlichen abhebende und haltende Kräfte ein:

  • Windsog (w) als abhebende Kraft
  • Eigengewicht der Deckung (g) als haltende Kraft
  • die fixierende Kraft der Sturmklammern bzw. Befestigungsmittel (n × BL) als zusätzliche haltende Kraft. Dabei steht n für die Anzahl der Befestigungsmittel je m² und BL für deren Bemessungslast.
Um Schäden an der Dachdeckung durch Wind zu vermeiden, müssen die haltenden Kräfte bzw. der Abhebewiderstand mindestens so groß sein wie die maßgebende Windsogbeanspruchung: w ≤ g + (n × BL)

Die tatsächlich anzusetzende Windsogbeanspruchung ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Dazu gehören unter anderem die geografische Lage bzw. Windzone, die Geländekategorie und topografische Lage, die Gebäudehöhe und -geometrie sowie die Dachform und Dachneigung. Ebenfalls von Bedeutung sind Gebäudeöffnungen und der daraus resultierende Innendruck sowie die Luftdurchlässigkeit bzw. Ausbildung der Dachkonstruktion.

Die erforderliche Windsogsicherung wird für einzelne Dachbereiche ermittelt. Besonders Rand- und Eckbereiche können dabei deutlich höheren Windsogbeanspruchungen ausgesetzt sein als die übrige Dachfläche.

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