Klimagerecht Sanieren gegen extreme Hitze
Mit Maßnahmen zur Bauwerksbegrünung können Gebäude- oder Quartiersanierungen einen wertvollen Beitrag zur Klimaresilienz unserer Städte leisten. Sie helfen, die Energiekosten und den Bedarf für Kühlung zu reduzieren und den Kreislauf der Überhitzung unserer Städte durch klimagerechte Maßnahmen zu durchbrechen.
Ursachen urbaner Hitzebelastung
Das Problem der hohen Hitzebelastung in den Städten entsteht durch die hohe Bodenversiegelung und die damit verbundene Reduzierung von Grünflächen. Auch Gebäudehüllen aus Glas, Stahl und Beton oder Mauerwerk nehmen die sommerliche Wärme auf und tragen zur Überhitzung der Innenstädte bei. Technische Einzellösungen in den überhitzten Gebäuden, wie Klimageräte oder Klimaanlagen, sind hier keine Problemlösung, sondern Teil des Problems, denn sie tragen zur Aufheizung des Stadtklimas bei.
Gebäudebegrünung
Bauwerksbegrünungen dienen nicht nur dem Erhalt der Biodiversität, sie verbessern vor allem das städtische Mikroklima wirkungsvoll durch natürliche Kühlung und Verschattung von Gebäudeteilen. Gründächer beeinflussen direkt die mikroklimatischen Verhältnisse in der Stadt, indem sie Hitze nachhaltig reduzieren.
Simulationen zeigen, dass die Umgebungstemperatur damit um bis zu 13 % gesenkt werden kann. Auch Fassadenbegrünungen reduzieren mit ihrem pflanzlichen Sonnenschutz den solaren Wärmeeintrag auf die Gebäudehülle um 85 bis 100 % und verhindern so das Aufheizen und die nächtliche Wärmeabgabe an die Umgebung (Quelle: Bundesverband GebäudeGrün – BUGG 2021).
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