Holz-Lehm-Massivdecke

Für große Spannweiten geeignet

Im mehrgeschossigen Holzbau erschweren hohe Brandschutzanforderungen und Ansprüche an den Schallschutz den Einsatz leichter Holzdecken. Das in Bayern ansässige Unternehmen Leipfinger-Bader bietet eine Holz-Lehm-Massivdecke mit einem Flächengewicht über 250 kg pro Quadratmeter an. Diese besteht aus einem tragenden Holzraster mit speziell entwickelter Lehmfüllung. So vereint das Bauteil die Biegezugfestigkeit von Holz mit den guten Schallschutz-, Brandschutz- und temperaturregulierenden Eigenschaften von Lehm.

Das Bauteil vereint die Biegezugfestigkeit von Holz mit den hinsichtlich Schallschutz, Brandschutz und Temperaturregulierung günstigen Eigenschaften von Lehm.
Das Grundgerüst bildet eine im Werk vorgefertigte, selbsttragende Holzbalkendecke.
In die Holzstruktur wird Lehm gegossen.

An eine historische Stakendecke angelehnt, bildet eine selbsttragende, im Werk vorgefertigte Holzbalkendecke das Grundgerüst. In die Holzstruktur wird Lehm mit einer Rohdichte von 2.100 kg/m³ gegossen, um thermische Masse zu erzeugen und die genannten Eigenschaften zu bewirken. Eine solche Deckenkonstruktion soll Spannweiten über 6,50 Meter und höchste Anforderungen an Schallschutz und Brandschutz ermöglichen. 

Moderne Fließmittel ersetzen das aufwendige Stampfen und ermöglichen eine wirtschaftlichere Herstellung bei reduziertem CO₂-Fußabdruck. Die Holz-Lehm-Massivdecke ist zudem kreislauffähig: Lehm bleibt unter Wasserzugabe formbar, sodass sich die Bauteile sortenrein trennen und wiederverwenden lassen. Langfristiges Ziel ist eine vollautomatisierte, wirtschaftliche Produktion und der breite Einsatz der Massivdecke im nachhaltigen Wohnungs- und Gewerbebau.

Eine erste Anwendung fand die Holz-Lehm-Massivdecke in einem Verwaltungsbau für den Verband für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth (Oberpfalz) nach einem Entwurf von Brückner & Brückner Architekten.

Firma: Leipfinger-Bader, Vatersdorf

Fachwissen zum Thema

Brandschutzkonzepte, Abweichungen und Kompensationsmaßnahmen

Brandschutz

Brandschutzkonzepte, Abweichungen und Kompensationsmaßnahmen

Stark ausgeprägte Eichenholzbalken bei einem Fachwerkhaus aus Bilkheim (Ende 17. Jhd.)  im Freilichtmuseum Kommern / Nordrhein-Westfalen

Stark ausgeprägte Eichenholzbalken bei einem Fachwerkhaus aus Bilkheim (Ende 17. Jhd.) im Freilichtmuseum Kommern / Nordrhein-Westfalen

Holzbausysteme

Fachwerkbauweise

Aus der Jungsteinzeit bis in die Bronzezeit sind Überreste von Pfahlbauten erhalten, die eine frühe Holzbaukultur der Bodenseeregion und der Ostschweiz dokumentieren (im Bild: Unteruhldingen am Bodensee).

Aus der Jungsteinzeit bis in die Bronzezeit sind Überreste von Pfahlbauten erhalten, die eine frühe Holzbaukultur der Bodenseeregion und der Ostschweiz dokumentieren (im Bild: Unteruhldingen am Bodensee).

Einführung

Geschichte des Holzbaus

Der bauliche Schallschutz umfasst die Luftschalldämmung gegen Innen- und Außenlärm sowie die Tritt- und Körperschalldämmung innerhalb von Gebäuden.

Der bauliche Schallschutz umfasst die Luftschalldämmung gegen Innen- und Außenlärm sowie die Tritt- und Körperschalldämmung innerhalb von Gebäuden.

Schallschutz

Schallschutz im Holzbau – Allgemeines

Kontakt Redaktion BauNetz Wissen: wissen@baunetz.de
BauNetz Wissen Holz sponsored by:
Informationsdienst Holz | getragen durch den Informationsverein Holz, Düsseldorf
Kontakt: +49 (0) 211 9665580 | info@informationsvereinholz.de
und Holzbau Deutschland Institut e.V., Berlin
Kontakt: +49 (30) 20314533 | kontakt@institut-holzbau.de
und Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V., Wuppertal
Kontakt: +49 (0) 20276972732 | info@studiengemeinschaft-holzleimbau.de