Hörtipp: Warum ist Dämmung unverzichtbar?

Dämmen als zentralen Baustein der Energiewende

Der Dämmung der Gebäudehülle messen viele große Bedeutung bei, um Energieverbrauch und Emissionen zu senken. Warum ist Dämmung unverzichtbar? wird in der 44. Folge von Gebäudewende im Fokus gefragt. In dem Podcast des Fachmagazins Gebäude-Energieberater diskutiert Redakteur Markus Strehlitz mit Florian Maiwald vom Institut für Energie- und Umweltforschung (Ifeu) Heidelberg. Er liefert Argumente für die Notwendigkeit der Dämmung für nachhaltige und zukunftsfähige Gebäudesanierungen und hebt hervor, dass sie neben der verbesserten Energieeffizienz auch für einen Schutz der Bausubstanz und mehr Komfort im Innenraum sorgt.

Strehlitz verweist zunächst auf eine Studie der Stiftung Klimaneutralität vom Dezember 2025. Deren Botschaft lautete, dass die Sanierungsquote von unter einem Prozent unverändert bleiben könne, ohne die Klimaziele für 2045 zu gefährden, wenn man statt auf die Verbesserung der Gebäudehülle ausschließlich auf Heizungstauschmaßnahmen setze. Dieser Auffassung widerspricht Maiwald ausdrücklich und verweist auf das notwendige Zusammenspiel von Wärmeschutz und Heiztechnik für eine erfolgreiche Wärmewende. Er erläutert, dass Dämmung Wärmeverluste über Dach, Fassade und Keller verringert und auf diese Weise den Energiebedarf von Gebäuden erheblich senkt.

Weiterhin weist Maiwald darauf hin, dass die energetischen Anforderungen an Bestandsgebäude seit vielen Jahren nicht verschärft wurden. So stammten die geforderten U-Werte für Sanierungen noch aus dem Jahr 2009. Stimmen aus der Wohnungswirtschaft, die hohe Dämmkosten kritisieren, hält er entgegen, dass falsche Vergleiche gezogen werden beim Aufwand der Sanierungsmaßnahmen. Maiwald sieht in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ein wichtiges Instrument für die Sanierung, das aber verbesserungswürdig ist. aber auch Verbesserungsbedarf. So plädiert er beispielsweise dafür, die Grundförderung für dämmende Maßnahmen an der Gebäudehülle stärker an die Förderung für Heiztechnik anzugleichen. Positiv bewertet er Boni für Maßnahmen an besonders ineffizienten Gebäuden (Worst Performing Buildings) sowie entlang individueller Sanierungsfahrpläne (iSFP-Bonus).

Bei einer ökologischen Bewertung müssen Dämmstoffe über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg betrachtet werden, betont Maiwal und erklärt, welche im Hinblick auf Kreislauffähigkeit empfehlenswert sind. Mineralwolle oder nachwachsende Materialien kommen für die meisten Anwendungsbereiche in Frage und nur bei speziellen Anforderungen – etwa hoher Druckfestigkeit im Erdreich – sind seiner Ansicht nach synthetische Dämmstoffe mitunter unverzichtbar.

Diese und weitere Folgen des monatlich erscheinenden Podcasts sind über die eigene Podigee-Webseite sowie gängige Streamingplattformen zu finden (siehe Surftipps).

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Bei einer Sanierung mit WDVS erhöht sich der U-Wert einer monolithischen Außenwand von ca. 1,3 W/(m²K) auf ca. 0,31 - 0,21 W/(m²K).

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