Glasrecycling ohne Qualitätsverlust

Recyceltes Floatglas

Glas ist ein wertvoller und langlebiger Rohstoff. Weil sich Glas schmelzen, formen und wieder aushärten lässt, ist sein Lebenszyklus extrem lang und das Glasrecycling weithin bekannt. Allerdings bedürfen Glasprodukte mit sehr hohen Qualitätsanforderungen, wie die für Architektur genutzten Floatglasscheiben, ein sauberes Ausgangsmaterial. Beim Recyclingprozess mischen sich üblicherweise die Glastypen. In der Folge sind auch die beim Recycling entstehenden Glasqualitäten durchmischt. Daher dienen Glasverschnitt, Restglas und beschädigte Gläser zur Produktion von weniger anspruchsvollen Glasprodukten wie beispielsweise Glasbehältern, -flaschen oder Textilfasern. Das Recycling von Glas führt also meist zum Downcycling.

Glasrecyling ohne Qualitätsverlust

Drei Unternehmen taten sich zusammen, um aus Resten von Floatglas und VSG gleichwertiges Recycling-Glas zu produzieren. So sammelt das Unternehmen Amber Glas Restglas und Verschnitt in sorgsam nach Qualität getrennten Scherben, die das Recyclingunternehmen Schirmbeck weiter aufbereitet. Dadurch behält das zu recycelnde Rohmaterial seine Qualität und wandert im Prozess weiter zu Saint-Gobain Glass Recycling. Saint-Gobain produziert daraus hochwertige Recycling-Floatglasscheiben für den Einsatz an Gebäuden.

Nicht alle gesammelten Scherben eignen sich für die Verarbeitung zu gleichwertigem Gebäudeglas, aber die Recyclingquote liegt bei 65%. Im Vergleich zu herkömmlich produzierten Gläsern hat das recycelte Basisglas um 40% geringere CO₂ -Emissionen. Es hilft zudem, Rohstoffe zu sparen und senkt die Primärenergiebilanz des Materials. Als Sonnenschutzglas Cool-Lite Xtreme ORAÉ und Cool-Lite SKN ORAÉ wirkt es darüber hinaus kühlend und daher energiesparend. Am Ende seines Nutzungszyklus geht das Glas erneut in den Recycling-Kreislauf ein. Das Produkt ORAÉ erhielt eine Zertifizierung nach den Cradle to Cradle (C2C) -Kriterien in Bronze.

Hersteller: Saint-Gobain Glass

Fachwissen zum Thema

Die Anforderungen an das Recyclingmaterial in der Flachglasproduktion sind hoch: Der Sogenannte KSP-Anteil (Keramik, Stein, Porzellan) beschreibt die Verunreinigung des Materials und darf einen Anteil von maximal 5 Gramm pro Tonne nicht überschreiten.

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Herstellung/​Eigenschaften

Recycling von Glas

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Büro/​Verwaltung

Bürogebäude Gate:01 Frösundavik bei Stockholm