Einrüstung eines Kirchendenkmals
Fassadensanierung in Arzberg im Fichtelgebirge
An der Bayerischen Porzellanstraße befindet sich im äußeren Osten der Republik die Gemeinde Arzberg, die neben ihrer berühmten Porzellanindustrie auch für den historischen Bergbau bekannt ist. In der Denkmalliste der oberfränkischen Stadt inmitten des Fichtelgebirges findet sich auch die Katholische Stadtkirche Unserer Lieben Frau, die 1874 bis 1875 nach Plänen des Regensburger Domvikars Georg Dengler entstand und durch den Baumeister Franz Xaver Kiener aus Nabburg ausgeführt wurde. Die im neugotischen Stil errichtete Basilika beherbergt in ihrem Inneren unter anderem auch eine spätgotische Holzfigur namens „Maria mit Kind“ aus dem 15. Jahrhundert.
150 Jahre nach Fertigstellung ist eine umfassende Sanierung der Fassade notwendig geworden, weswegen das fast 40 m hohe Bauwerk nun allseitig eingerüstet ist. Dabei sind historische Bauwerke mit ihren vielfältigen Vor- und Rücksprüngen und komplexen Bauwerksgeometrien für eine Einrüstung besonders herausfordernd. Das beauftragte Gerüstbauunternehmen Meyer Gerüstbau aus Weiden entschied hier, auf den Gerüstbaukasten Peri Up von Peri zurückzugreifen.
Lösung für komplexe Bauwerksgeometrien
Kirchen, historische Gebäude und komplexe Kubaturen werden normwalerweise mit flexiblen Modulgerüsten bedient. Laut Hersteller bietet das System Peri Up die nötige Flexibilität gepaart mit einer einfachen Montage, sodass keine aufwendigen Rohrkupplungen wie im Fall von Modulgerüsten angepasst werden müssen. Das Systemraster mit einer aufeinander abgestimmten Abfolge von Feldlängen und Gerüstbreiten erfolgt in 25- und 33-Zentimeter-Schritten, wodurch fast beliebig viele Richtungswechsel der Gerüstbeläge möglich sind. Gleichzeitig hat der sogenannte Easy Stiel des Herstellers Peri einen integrierten Gerüstknoten, mit dem allseitig Horizontalriegel und Konsolen angebaut werden können.
Bei der Arzberger Pfarrkirche wendete das Team die Lösung von Peri eines der ersten Male an und plant, aufgrund der guten Anpassungsfähigkeit, generell sein Portfolio auf das Gerüstsystem umzustellen. Das systemintegrierte vorlaufende Geländer erlaubt dabei eine sichere Montage auch in großen Höhen. Dabei werden sowohl die Außen- als auch die bedarfsweise eingesetzten Innengeländer jeweils von der unteren Gerüstlage aus montiert. Dies erfolgt laut Hersteller ohne Verwendung von Zusatzbauteilen und ohne persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA). Ein weiterer Vorteil ist der nahtlose Übergang der Plattformen ohne Spalten und Stolperfallen. Die in das Fassadengerüst integrierten Treppen sowie Arbeits- und Absetzbühnen sind ebenfalls Teil der Systemlösung.