Einfamilienhaus nachgedämmt

Einblasdämmung aus Steinwollegranulat

Ein Hohlraum mit Potential: Den Platz zwischen den beiden Mauerwerksschalen wollten die Eigentümer eines Einfamilienhauses im norddeutschen Ihlow nutzen, um den Wärmeschutz zu verbessern. Zum Einsatz kam Steinwollegranulat, der Handwerksbetrieb von Focke Wattjes aus Großefehn übernahm das Einblasen in den Fassadenzwischenraum.

Zuallererst untersuchte der Handwerksbetrieb von Focke Wattjes, ob sich das zweischalige Mauerwerk für eine Einblasdämmung eignete.
Die kleinste Einblasdüse – für besonders schmale Fugen – misst gerade einmal 16 Millimeter.
Zu Beginn der Arbeiten bohrten die Handwerker die Einblaslöcher.

Rund 160 Quadratmeter Fassadenfläche umfassen den L-förmigen Grundriss. Zwischen der gemauerten Klinkerschale und dem Mauerwerk der Außenwand lag ein Hohlraum von sechs bis acht Zentimetern Breite. Um ihn zu füllen waren etwa elf Kubikmeter des Steinwollegranulats Fillrock KD Plus notwendig. Laut Angaben des Herstellers Rockwool bietet der Dämmstoff mit einem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/mK neben Wärme- auch Schall- und Brandschutz.

Ob überhaupt eine nachträgliche Dämmung des zweischaligen Mauerwerks möglich ist, beurteilte der Handwerksbetrieb bei einem Termin vor Ort. Untersucht wurde die Gesamtkonstruktion der Außenwand, insbesondere die Breite des Luftspaltes zwischen Mauerwerk und Klinker.

Das Steinwollegranulat von Rockwool lässt sich ab einer Spaltbreite von mindestens vier Zentimetern einblasen. Wichtig ist, dass der Hohlraum weitgehend frei von Mörtelresten ist. Diese können zurückgeblieben sein, als das Vormauerwerk erstellt wurde. Wie viele Mörtelreste es im Spalt gibt, untersuchen die Fachleute mit einer kleinen, endoskopischen Kamera. Je mehr Reste aufspürt werden, desto mehr Einblaslöcher sind für den gewünschten Dämmerfolg nötig.

In Ihlow fiel die Untersuchung positiv aus, sodass schließlich das Handwerker-Team von Focke Wattjes anrückte. Sie bohrten die kleinen Löcher in die Fugen zwischen den Klinkern und verschlossen sie provisorisch mit einer Art Stöpsel. Nach und nach wurde dann das Steinwollegranulat mittels einer speziellen Maschinentechnik eingeblasen, bis es sich verdichtete und im Hohlraum eine homogene Dämmebene entstand. Dank des langen Schlauchs, der die Einblasmaschine im Betriebsfahrzeug mit den Düsen verbindet, ließen sich alle Fassadenbereiche erreichen, ohne die Maschine auf dem Grundstück verstellen zu müssen. Zuletzt wurden die Einblaslöcher neu verfugt.

Bei einem solchen Einfamilienhaus dauern die Arbeiten in der Regel nicht mehr als einen Arbeitstag – Schmutz und Lärm bleiben weitgehend aus und auch in Gerüst ist nicht nötig. Welche Handwerksbetriebe Erfahrung mit dem Steinwollegranulat haben, erfahren Interessierte vom Hersteller (siehe Surftipps).

Hersteller: Rockwool, Gladbeck

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Steinwolle gehört zur Gruppe der der Mineralwolle und zu den im Bauwesen am häufigsten verwendeten Dämmstoffarten

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Zweischaliges Mauerwerk bei einem Einfamilienhaus

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