Einfamilienhaus in Geilenkirchen

Dynamische Deckung mit sechs verschiedenen Steingrößen

Ein Wohnhaus aus hochwertigen und langlebigen Materialien, dessen Pflegeaufwand gering ist, wünschte sich der Designer Norbert Makarowski. Und plante selbst einen schlichten eingeschossigen Baukörper, dessen Grundriss mit wenigen Stufen zwischen Wohn- und Essraum dem nördlich abfallenden Gelände angepasst ist. Die durchgehend mit schmalen, dunklen Schieferplatten bekleidete Fassade zeigt sich zur Straße nach Osten und gen Norden weitgehend geschlossen. An der westlichen Gebäudeecke und an der Eingangsseite nach Süden hin bieten kleine Patios geschützte Aufenthaltsbereiche.

Ansicht Gartenseite von Südwesten: Der Essraum öffnet sich über große Verglasungen zur Terrasse
Ein Patio in der westlichen Ecke verbindet Wohn- und Essraum
Schmaler Innenhof mit Esstisch vor der Küche

Das Einfamilienhaus in Geilenkirchen, einer kleinen Gemeinde bei Aachen und dicht an der niederländischen Grenze, ist von der Straße durch Pkw-Stellplätze hinter einer Hecke abgerückt. Eine Wand zum südlichen Nachbargrundstück und eine Garage in nördliche Richtung schaffen Pufferzonen auch zu diesen Seiten. Zum Garten im Südwesten öffnet sich der Essraum über hohe Glastüren und zur Terrasse. Seitliche Verglasungen verknüpfen ihn mit einem quadratischen Patio und dem Wohnraum übereck, der sich ebenfalls zum Patio weiträumig öffnet. Zwei Kinderzimmer orientieren sich zur Straße, dazwischen liegt ein gemeinsames Bad. Der Schlafraum der Eltern befindet sich zwischen Kinderzimmern und Wohnraum, ihm ist ein eigenes Bad zugeordnet. Ein schmaler, lang gestreckter Patio ist der Südfassade vorgesetzt und schafft eine private Vorzone für Küche und Hauswirtschaftsraum.

Hinter der dunklen Natursteinfassade verbirgt sich die Konstruktion aus 12 cm starken Vollholzelementen und einer ebenso starken Dämmung aus Holzwolle. Die Wandheizung (Lehmbauplatten mit integrierten Heizleitungen) in den drei bis vier Meter hohen Innenräumen ist von einem Lehmputz in warmem Grau überdeckt, der die hellen Vollholzdielen am Boden stimmig ergänzt. Wenige, ausgewählte Möbel – Sammlerstücke des Bauherrn der letzten zwanzig Jahre – beleben die Räume, ohne sie zu überladen.

Schiefer
Insgesamt sechs verschiedene Steingrößen wurden zur Bekleidung des Wohnhauses in Form einer Dynamischen Deckung eingesetzt. Die horizontal die Fassade umlaufenden Gebinde sind 5, 10 und 15 cm hoch; die Schiefer wurden auf eine Vollschalung genagelt. Die variierenden Steingrößen, zusammengefasst in eine klare lineare Ordnung, erzeugen ein natürliches und doch strukturiertes Erscheinungsbild. Sie sind blaugrau und schimmern matt, abhängig von der Witterung und der Tageszeit erscheinen sie sehr dunkel bis silbrig glänzend. us

Bautafel

Planer: Studio Makarowski, Geilenkirchen
Projektbeteiligte:
Rathscheck Schiefer, Mayen (Schiefer); Wem Wandheizung, Koblenz (Lehmplatten mit integrierten Heizleitungen)
Bauherr:
Familie Makarowski, Geilenkirchen
Fertigstellung:
2014
Standort:
Geilenkirchen
Bildnachweis: Rathscheck Schiefer, Mayen und Studio Makarowski, Geilenkirchen

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Einführung

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Konstruktion

Deckunterlage

Das lebhafte Erscheinungsbild der Dynamischen Deckung entsteht durch verschiedene Steingrößen und Gebindehöhen in unregelmäßiger Abfolge

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Deckungsarten

Dynamische Deckung an der Fassade

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