Closed Cavity Fassade (CCF)

Closed Cavity Fassaden bestehen aus vorgefertigten Modulen.
Closed-Cavity-Elemente in der Pfosten-Riegel-Fassade des Instituts für Meteorologie der Universität Leipzig

Ein wesentlicher Nachteil von herkömmlichen Doppelfassaden ist die aufwendige Reinigung des Fassadenzwischenraums. Um dieses Problem zu umgehen, bestehen Closed Cavity Fassaden (CCF) aus einer Reihe von Modulen, bei denen der Raum zwischen der äußeren und inneren Verglasung hermetisch gekapselt ist. Im Fachjargon heißt diese Kammer, analog zum Englischen, Kavität.

Die Luft im Zwischenraum muss unter leichtem Überdruck stehen, damit sich kein Kondensat bildet oder Schmutz ablagert. In der Regel wird dazu permanent Druckluft zugeführt, die zuvor von einer zentralen Aufbereitungsanlage gesäubert wurde. Jedes Element ist an diese Anlage angeschlossen. Sensoren überwachen das Außen- und Innenklima; eine Steuerelektronik passt die eingeführte Luftmenge automatisch an. Einige Module funktionieren aber auch autark mit einem sogenannten volumenabhängigen System. Dabei sorgt ein Ventil dafür, dass der Überdruck erhalten bleibt, auch wenn sich die Luft bei Wärme ausdehnt.

CCF bieten einen sehr hohen sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz und eine gute Schalldämmung.

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