Bunt und massiv

Gemauerter Tresen für einen Take-away in Genua

Wer im Eingang des kleinen Take-away Il Genovese a Boccadasse an der Piazza Nettuno in Genua ansteht, um sich ein erfrischendes Getränk und eine Portion der traditionell ligurischen Speisen und lokalen Spezialitäten zu kaufen, genießt nebenbei einen fantastischen Ausblick: Zu einer Seite öffnet sich die idyllische Bucht von Boccadasse. Auf der anderen Seite erblickt man das historische Fischerviertel mit seinen schmalen Straßen und den traditionellen Häusern aus Stein und weißgewaschenem Putz. Ohne Probleme mithalten mit dieser schönen Aussicht kann aber auch die Inneneinrichtung des kleinen Lokals nach Plänen des ortsansässigen Studios Linearama.

Der Tresen fließt in Kurven durch den gesamten Raum und ist das gestaltgebende Element in dem ansonsten sehr schlicht gehaltenen Interieur.
Der Hauptteil des Tresens besteht aus drei übereinanderliegen Reihen aus hochkant, im Kreuzverband vermauerten Ziegeln.
Jeder zehnte Stein schiebt sich aus dem Verband hervor und bildet eine Art Pilaster aus, wodurch die Tresenfront zoniert wird und mehr Tiefe erhält.

Für den Verkaufsbereich haben die Gestalter*innen eine sechs Meter lange Theke aus Mauersteinen entworfen. Diese fließt in Kurven durch den gesamten Raum und ist das gestaltgebende Element in dem ansonsten sehr schlicht gehaltenen Interieur mit den sichtbar belassenen Abluftrohren an der Decke.

Auf dem Boden aus gelb gefärbtem Estrich fächern sich hochkant gestellte, rote Backsteine auf und bilden einen Sockel aus. Die Anordnung der Ziegel ergibt eine Zickzackform mit einer interessanten Licht- und Schattenwirkung. Der Hauptteil des Tresens besteht aus drei übereinanderliegen Reihen aus hochkant, im Kreuzverband vermauerten Ziegeln. Dabei zeigt jeweils ihre Schmalseite nach vorn. Jeder zehnte Stein schiebt sich aus dem Verband hervor und bildet eine Art Pilaster aus, wodurch die Tresenfront zoniert wird und mehr Tiefe erhält.

Das Team von Studio Linearama strich die Steine und Fugen im traditionellen Genuesischen Grün, das man auch an den Fensterläden der benachbarten Häuser findet und das einen Komplementärkontrast zu der roten Sockelzone bildet. Die Theke schließt mit einer dünnen Schieferplatte ab, worauf die Speisen hinter Glasvitrinen präsentiert werden. Während die untere Hälfte des Raumes somit in kräftige, kontrastreiche Farben getaucht ist, ist die obere Hälfte ausschließlich in Weiß gehalten.

Entwurf: Studio Linearama, Genua

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