100 Details
Gezeichnete Wirklichkeit in Fassade, Konstruktion und Material
DETAIL Architecture, München 2026
416 Seiten, 100 Detailzeichnungen
Format 24 x 32 cm, Hardcover
Sprache: Deutsch und Englisch
Preis: 79,90 EUR
ISBN 978-3-95553-678-7
Andere feiern mit 65 den Ruhestand, das Architekturmagazin Detail feiert lieber seine inneren Werte – und zwar ganz buchstäblich. Unter dem Titel 100 Details – Gezeichnete Wirklichkeit in Fassade, Konstruktion und Material hat der Verlag einen Jubiläumsband herausgebracht. Er zeigt, dass die Zeitschrift seit über sechs Jahrzehnten die „Instanz für den Röntgenblick“ in der Architekturwelt ist.
Im Zentrum steht wie gewohnt die präzise Detailzeichnung, die stets mit enormem Aufwand verbunden ist: Durchschnittlich achtzig Arbeitsstunden investiert das CAD-Redaktionsteam in die zeichnerische Aufbereitung eines einzelnen Projekts. Im Gegensatz zu oberflächlichen Präsentationsplänen bilden hier reale Werkpläne die Grundlage. In einem intensiven Analyse- und Reduktionsprozess werden komplexe Datenmengen in klare Schwarz-Weiß-Zeichnungen in den Maßstäben 1:5 bis 1:20 überführt. Das Ziel ist die Darstellung der „gezeichneten Wirklichkeit“ – eine Sichtbarmachung der konstruktiven Logik, wie sie tatsächlich auf der Baustelle umgesetzt wurde.
Das 416-seitige Werk ist in die drei Themenbereiche Fassade, Konstruktion und Material gegliedert. Das Spektrum der Projekte reicht von namhaften Büros wie Herzog & de Meuron und SANAA bis hin zu experimentellen Ansätzen von Sou Fujimoto oder Materialstudien von Martin Rauch. Begleitende Texte ordnen die Details in ihren ursprünglichen Kontext ihrer Erstveröffentlichung ein.
Herausgeberin Jeanette Kunsmann hat ein visuelles Archiv zusammengestellt, das für Architekt*innen und Studierende gleichermaßen als Inspirationsquelle und handfestes Arbeitswerkzeug dient. In einer Zeit, in der Fassaden oft nur noch wie Tapeten wirken, erinnert der Band daran, dass Architektur dort am spannendsten ist, wo es um die Lösung technischer Herausforderungen geht. Er dokumentiert die Suche nach der technologisch und handwerklich besten Lösung und macht die Innovationen im Bauwesen über Jahrzehnte hinweg vergleichbar.
Aus dem Inhalt:
Fassade
- Fassade aus Recyclingglas (Sauerbruch Hutton)
- Zweischalige Glasfassade (Herzog & de Meuron)
- Fassade aus handgeformtem Beton (David Chipperfield)
- Medienfassade (UNStudio)
- Textile Glasfassade (Bernard Tschumi)
Konstruktion
- Zweigeschossiges Foyer (RWPA)
- Pavillon aus Holzmodulen (Kengo Kuma)
- Raumtragwerk aus Stahl (Foster + Partners)
- Schwebendes Holzdach (Shigeru Ban)
- Horizontale Stahlbänder (SANAA)
Material
- Stampflehmwand (Martin Rauch)
- Konstruktiver Glasbau (Sou Fujimoto)
- Fassade aus Cortenstahl (Schneider Studer Primas)
- Spiegelglas-Fassade (OMA)
- Sichtbeton mit Textur (Peter Zumthor)
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