Lüftungsheizung

Funktion und Anwendungsbereich

Eine Lüftungsheizung zeichnet sich dadurch aus, dass die Luft, die aus hygienischen Gründen einem Gebäude zugeführt werden muss, auch zum Übertragen von Heizwärme verwendet wird. Sie besteht im Wesentlichen aus eine Wohnungslüftungsanlage mit einem separaten Lufterhitzer. Die Erwärmung der Zuluft erfolgt sinnvollerweise zuerst durch Wärmerückgewinnung mittels Wärmeaustauscher (durch Abkühlung der Abluft). Anschließend wird die Zuluft mit dem Lufterhitzer bis auf maximal 50°C erwärmt und dann in die Zulufträume transportiert.
Besonders wirtschaftlich ist eine Zuluftheizung, wenn sie ausschließlich die Beheizung eines Gebäudes übernehmen kann, ohne dass eine zusätzliche Pumpenwarmwasserheizung erforderlich wird.

Aufgrund der geringen Wärmekapazität von Luft kann nur wenig Heizenergie mit dem Zuluftstrom transportiert werden. So beträgt die maximale Heizleistung bei einer Luftwechselrate von 0,4 1/h und eine Erwärmung der Zuluft von -15°C Außentemperatur auf +50°C Zulufttemperatur ca. 22 W/m². Dies reicht erst bei passivhausähnlich gedämmten Gebäuden zur ausschließlichen Versorgung mit ausreichend Heizenergie aus.

Warmluftheizungen eignen sich aufgrund der schnellen Erwärmung für die Beheizung von kurzzeitig bzw. nicht dauernd beheizten Räumen oder in Gebäuden mit leichter Bauweise, die kaum Wärme speichern. Nachteil ist ein relativ unausgeglichenes Temperaturprofil und die dauernde Luftbewegung durch Konvektion. Außerdem werden Staub, Gerüche und Geräusche leicht übertragen. Ebenfalls nachteilig ist die mit der Raumlufttemperatur rasch wechselnde relative Luftfeuchte.

Eine Erhöhung der Heizleistung durch einen höheren Luftaustausch ist bedenklich, da dann gerade an kalten Tagen die Raumluftfeuchtigkeit zu stark ab sinkt. Damit ist eine Lüftungsheizung für Niedrigenergiehäuser zur alleinigen Beheizung nicht ausreichend.