Allgemeine Einführung

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Neben der reinen Baukonstruktion, die der Behausung des Menschen als Schutzhülle dient, ist auch die Behaglichkeit der Räume ein wichtiges Kriterium. Die Standards, mit deren Hilfe diese Behaglichkeit gemessen bzw. erreicht werden kann, unterliegen natürlich zunächst den klimatischen Grundbedingungen. Demzufolge wurden die meisten Erfindungen in diesem Bereich in klimatisch unbeständigen nördlichen Regionen gemacht. Verständlicherweise entwickelten sich die Gerätschaften, um die Behaglichkeit von Räumen zu gewährleisten, parallel zu diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen immer komplexer. In vielen Regionen der Erde sind jedoch auch noch Altbauten mit offener Feuerstelle und Rauchluken im Giebel zu finden, ein in unserer Region eher selten anzutreffender haustechnischer Zustand.

Dennoch hinkt der Zustand der meisten Altbauten - auch in Deutschland - dem heutigen Standard mit Zentralheizung und Abluftventilatoren in geschlossenen Räumen oft weit hinterher. Wenn man dagegen den heute auch im Altbau erreichbaren Standard eines Passivhauses mit kontrollierter Lüftung und Ablufterwärmung über Wärmetauscher als Maßstab anlegt, befinden sich manche Altbauten gewissermaßen immer noch im Mittelalter.

In der Regel muss bei der nachhaltigen Sanierung eines Altbaus unter Berücksichtigung der neuen Energieeinsparverordnung immer auch der technische Ausbau der Heizung erneuert werden. Da es bei zunehmend höherer Dämmung der Gebäudehülle immer öfter zur Schimmelbildung kommt, vom Wärmeverlust ganz zu schweigen, ist bei einer zunehmenden Anzahl von Sanierungsobjekten auch ein Lüftungssystem erforderlich. In diesem Zusammenhang ist eine Auseinandersetzung mit der Erneuerung der Heizanlage in bestehenden Gebäuden oder dem nachträgliche Einbau von Lüftungsanlagen von enormer Bedeutung.