Sanierung der Bernhard-Rose-Schule und Blumen-Grundschule in Berlin

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Farbig eloxierte Aluminiumprofile

Im Zuge der Sanierung zweier Schulen in Berlin-Friedrichshain erhielten die Gebäude neue Fassaden. Bei der 1965-66 von Gerhard Hölke erbauten Bernhard-Rose-Schule und der benachbarten Blumen-Grundschule handelt es sich um Sechziger-Jahre-Plattenbauten der Typenserie SK-Berlin. Die weitgehend erhaltenen Gebäude wurden vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg als denkmalwürdig eingestuft. Ein gestalterisches Ziel der Sanierung war daher der Erhalt wesentlicher Merkmale der ursprünglichen Plattenbauten und dennoch eine ablesbare neue Außenhülle. So behalten die Baukörper ihre Identität und bleiben auch für spätere Generationen als Zeitzeugen erhalten.

Fassade
An ihren Längsseiten wurden die Gebäude mit farbig eloxierten Aluminium-Hohlprofilen gestaltet. Die vorgehängte Lamellenstruktur schützt die straßenseitigen Klassenzimmer und hofseitigen Flurfassaden. Damit verwandelt sich die ursprüngliche Bandfassade der Straßenseite in eine Lochfassade mit horizontal ausgerichteten Fenstern. Infolgedessen lassen sich die einzelnen Klassenzimmer jetzt von außen ablesen. Die eher geschlossenen Hoffassaden fassen rechtwinklig zueinander stehend den gemeinsamen Schulhof.

Das Farbenspektrum der unterschiedlich farbig eloxierten Rechteckprofilen aus Aluminium reicht von Weißaluminium bis zu dunklen Brauntönen. Die Eloxalschicht bildet eine wiederstandsfähige Fassadenoberfläche. Graffiti können mit Spezialreinigern ohne die Oberfläche zu verletzten, gereinigt werden. Die Profile mit den Maßen 20 x 20, 40 x 20, 60 x 20, 80 x 20 und 100 x 20 mm, sind mit einer Fuge von 16 mm auf eine Unterkonstruktion aus Aluminium befestigt.

Die Fenster als Holzkonstruktion auf einem Raster von 1,20 m und die bestehenden Brüstungselemente aus Beton bilden die hintere Fassadenebene. Die Stirnseiten der Gebäuderiegel wurden großflächig verputzt. Besondere Details, wie die Strukturfassade mit Betonrelief, die schmalen Stahlfensterrahmen an den WC-Kernen und Treppenhäusern, die Mosaike der Eingangsbaukörper und ein großformatiges Wandrelief an der Stirnseite der Blumen-Grundschule wurden restauriert.

Bautafel

Architekten: Huber Staudt Architekten, Berlin
Projektbeteiligte: Hegnal Ingenieurbüro, Berlin (Asbestsanierung); IB Reinhard Damm, Berlin (Tragwerk, Bauphysik); Hübener & Möws Fassadentechnik, Jerchel (Aluminiumfassade)
Bauherr: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Fertigstellung: 2007
Standort: Andreasstraße 50-52 und Singerstraße 87, 10243 Berlin
Bildnachweis: Huber Staudt Architekten (1), Werner Huthmacher, Berlin (2-4)

Architektenprofil

huber staudt architekten bda
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