Zweischaliges Mauerwerk

Das zweischalige Mauerwerk besteht aus einer Außenschale, dem Sichtmauerwerk, und einer Innenschale, dem Tragmauerwerk. Sie stehen zusammen auf einem Fundament. Diese Bauweise entstand in Regionen mit hoher Wind- und Schlagregenbelastung zum Feuchteschutz der inneren Schale.

Ursprünglich wurde ein mehrere Zentimeter breiter Luftspalt zwischen den Schalen angeordnet. Zur Verbesserung des Wärmeschutzes wurde bei späteren Bauten zu dem Luftspalt eine Dämmschicht gefügt. Seit 1980 sind Dämmstoffe auch für diese sog. Kerndämmungen, einer Bauweise ohne Hinterlüftung, bauaufsichtlich zugelassen. Seit 1996 ist sie genormt. Mit dieser Bauweise lassen sich im Neubau bei einer Gesamtdicke der Wand ab 39 cm U-Werte > 0,30 W/(m²K) erzielen. Höhere Dämmwerte führen systembedingt zu einer stärkeren Wandkonstruktion.

Bauteilsanierung
Der Wärmedurchlasswiderstand des Luftspaltes kann bei alten Wänden durch nachträgliches Verfüllen mit bauaufsichtlich zugelassenen schüttfähigen Dämmstoffen deutlich erhöht werden. Allerdings ist zu prüfen, ob die Steine der Außenschale die notwendige Frostbeständigkeit für eine solche Veränderung aufweisen (durch die nachträgliche Wärmedämmung erhält die Außenschale weniger Wärme aus dem Innenraum und bleibt dadurch im Winter kälter). In Verbindung mit einer Innendämmung von 60 - 80 mm Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) 035 lassen sich bei diesen Wänden U-Werte zwischen 0,35 und 0,30 W/m²K erzielen.

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Umgenutztes Bauernhaus in Niedersachsen: Waagrechte und senkrechte Holzstreben bilden das Tragwerk, die dadurch entstandenen Zwischenräume werden Gefache genannt.

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Dämmmatte aus Hanf

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