Zirkuläre Bewertungsmethoden im Vergleich

Publikation im Rahmen des Forschungsprojekts Smart Recycling Factory

Mit Zertifizierungs-Tools lassen sich ressourcenschonende Ansätze vergleichen und für einzelne Gebäude auch über ihre Lebensdauer hinweg quantifizieren. Zumindest in der Theorie. Denn inzwischen gibt es unzählige Anbieter auf dem Markt, die alle mehr oder weniger dasselbe versprechen, mit ihren Programmen aber oft nur Teilaspekte der Zirkularität beleuchten. Im Rahmen der Smart Recycling Factory hat eine wissenschaftliche Arbeit die gängigsten Systeme verglichen – und benotet.

...und vergleicht ihre Aussagekraft zum Thema Kreislauffähigkeit.

Smart Recycling Factory

Die übergeordnete Smart Recycling Factory ist ein ambitioniertes Projekt auf der Deponie Pohlsche Heide im nordrhein-westfälischen Minden. Gefördert vom Land NRW und der EU soll hier eine Art Reallabor zum zirkulären Bauen entstehen. Hauptbeteiligte sind die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Hochschule Bielefeld und das Deutsche Institut für Normung (DIN). Neben Forschungslabors für Start-Ups soll unter anderem ein Bauplatz für das Erproben ökologischer Konstruktionen eingerichtet werden. Das Projekt wird hauptsächlich von der KreisAbfallVerwertungsGesellschaft Minden-Lübbecke (KAVG) getragen.

Bewertungsmethoden im Vergleich

Ein Projekt der Forschungsreihe ist die eingangs genannte Publikation Zirkuläre Bewertungsmethoden im Vergleich. Mit ihr hat Autor Leon Konschake einen übertragbaren Kriterienkatalog für den Vergleich sowohl etablierter als auch neuer Zertifizierungssysteme eingeführt. Dabei verteilt er Punkte in den fünf Kategorien Rückbaubarkeit, Demontierbarkeit, Trennbarkeit, System und Langlebigkeit. Etwa zehn Tools wurden verglichen. Die vier mit der höchsten Punktzahl erhielten eine ausführlichere Einordnung im Resümee.  

Das Ergebnis zeigt: Die englischsprachigen Platzhirsche waren zwar früh auf dem Markt, hinken bei aktuellen Ansprüchen aber verstärkt hinterher. Und: Einige deutschsprachige Alternativen sind erstaunlich ausgereift. Die volle Punktzahl gab es allerdings für kein System. Umso wichtiger für eine langfristige, sinnvolle Nutzung als planerisches Werkzeug sei daher die Kombination verschiedener Anbieter und die Möglichkeit des Vergleichens untereinander. 

Einige Themen aus dem Inhalt:

  • Bestandsanalyse
  • Etablierung eines Punktesystems
  • Erfassung von unter anderem Demontierbarkeit, Rückbaubarkeit und Langlebigkeit
  • Qualitativer Vergleich ausgewählter Tools
  • Empfehlung zur Anwendung in der Planung
Die Publikation mit abschließenden Empfehlungen für die Anwendung steht zum Download bereit.

Fachwissen zum Thema

Je weiter ein Projekt fortgeschritten ist, desto aufwendiger und teurer werden Optimierungen.

Je weiter ein Projekt fortgeschritten ist, desto aufwendiger und teurer werden Optimierungen.

Grundlagen

BIM und Lebenszyklusanalyse (LCA)

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