Wohnhöfe Auerberg in Bonn

Extensivbegrünung auf neuen Wohnformen

Die Wohnhöfe Auerberg bestehen aus 40 Miet-Einfamilienhäusern, die in zwei Vierkant-Hofanlagen organisiert sind. Mit ihrem zu gleichen Teilen aufteilbarem Grundriss eignen sich die Häuser für Wohngemeinschaften, ohne deren Zusammensetzung von vorne herein festzulegen. Im Erdgeschoss befinden sich die Gemeinschaftsräume zum Kochen und Wohnen. Der dem Hof zugewandte Raum ist funktionsüberlagernd als Eingangshalle, Küche und Wohnraum ausgewiesen; ihm ist ein Freisitz vorgelagert.

Innenhof als Kommunikations- und Erschließungsbereich
Vorgelagerte Freisitze

In der quer gelagerten Mittelzone sind Verkehrsflächen, Treppe, Abstell-, Hausanschluss- sowie Sanitärbereiche untergebracht. Die Individualräume im Obergeschoss folgen in Größe und Zuschnitt denen im Erdgeschoss; durch den Einbau einer mittigen Trennwand können so zwei, drei oder vier Räume ausgewiesen werden. Durch Optimierung der Kernflächen zugunsten der Gemeinschafts- und Individualräume reduziert sich die Wohnfläche der Häuser auf 90 m².

Die Wohneinheiten sind als zweigeschossige Miet-Wohnhäuser konzipiert. Je 20 Häuser bilden eine Hofanlage, je fünf Häuser eine Hausgruppe. Vier Hausgruppen legen sich windmühlenförmig um eine quadratische Freifläche und bilden eine Vierkant-Hofanlage mit einer großen Öffnung an jeder Seite. Die Häuser werden über den Hof erschlossen und stehen damit nicht an der Straße, sondern bilden ihre Adresse im Hofinneren aus. Die Raumbildung der Höfe bringt die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens zum Ausdruck.

Das ockergrau verputzte und fugenlos durchlaufende Rahmenwerk betont die Wirkung einer Hofanlage als ein Haus. Von innen nach außen bestimmen die tiefen Fassaden mit Lamellen-Schiebeläden den Grad der Offen- oder Geschlossenheit der dahinter liegenden Räume. Im Gebrauch tragen die Fassaden durch die Formen ihrer Belebung zur äußeren Gestaltung der Häuser bei. Durch die exakte Spiegelung eines Hofes entsteht eine symmetrische Gesamtanlage; Bauformen und Raumbildungen der Höfe schließen sich wiederum zu einer Großform zusammen.

Flachdach
Die Decke des Flachdachs wurde ausgeführt als Beton-Hohlkammerdecke, gedämmt mit Gefälledämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum. Aus ökologischen Gründen sowie zur längeren Haltbarkeit des Dachaufbaus wurde das Warmdach (nicht belüftetes Dach) extensiv begrünt.

Bautafel

Architekt: Uwe Schröder, Bonn
Projektbeteiligte: Roggendorf Bedachungen, Meckenheim (Dachabdichtungsarbeiten); Bauder, Stuttgart (Dachbegrünung)
Bauherr: EHF Wohnungsbau, Bonn
Fertigstellung: 2003
Standort: Stadtteil Auerberg in Bonn

Fachwissen zum Thema

Beispiel Intensivbegrünung mit Hochbeeten

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Gründächer

Arten: Extensiv- und Intensivbegrünung

Je nach Nutzungsart und Aufbau gibt es verschiedene Dämmstoffe, die Verwendung finden können, um beispielsweise die gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes zu erfüllen.

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Wärmeschutz

Auswahl des geeigneten Dämmstoffs

Regelschichtenaufbau eines einschaligen, nicht belüfteten Flachdaches

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Flachdacharten

Das unbelüftete Flachdach: Warmdach

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