Wohn- und Gewerberegal in Ulm

Schlichte Schalter für Raumdesign in Weiß

In der Ulmer Weststadt befindet sich ein 250 Meter langer, historischer Fabrikbau, der in den 1960er Jahren als Produktionsstandort für Feuerwehren und Lastwagen gebaut wurde. Der viergeschossige, ost-west-ausgerichtete Gebäuderiegel ist ein Stahlbeton-Skelettbau mit einem Achsmaß von fünf und lichten Raumhöhen von über vier Metern. Dadurch entsteht ein äußerer Rahmen mit viereckigen Modulen, die als sogenannte Regalfächer genutzt werden. Des Weiteren erzeugt die vorgegebene Struktur Rahmenbedingungen wie die Lage der Erschließungskerne, der Installationsschächte und der Fassadenebene, an die man sich bei der Belegung des Stadtregals halten musste.

Die zurückspringenden Loggien sind in der Fassade besonders markant
Der 250 Meter lange Gebäuderiegel erstreckt sich von Ost nach West entlang des Flüsschens Blau
Raumhöhen von bis zu vier Metern verleihen den Wohnungen ihren Loftcharakter

Unter der Leitung der Ulmer Projektentwicklungsgesellschaft und den beteiligten Architekturbüros Braunger Wörtz Architekten und Rapp Architekten wurde das Projekt Stadtregal, auf Grund der enormen Größe, in fünf Bauabschnitte unterteilt. Vier Abschnitte sind bereits fertig gestellt, der fünfte soll im Jahr 2012 bezugsfertig sein.

In den unteren zwei Geschossen befinden sich hauptsächlich gewerbliche, kulturelle und gastronomische Einrichtungen. In den Obergeschossen findet man überwiegend Wohnungen, deren Grundflächen zwischen 60 und 300 m² liegen. Die immensen Raumhöhen verleihen den Wohnungen Loftcharakter. Offene Küchen und Loggien variieren je nach Wohnungsgröße und bieten so Individualität.

Elektro/Gebäudetechnik
Durch die Entkernung des Gebäudes war die gesamte Haustechnik zu modernisieren oder zu erneuern. Für den Innenausbau wurden schlichte und langlebige Materialien verwendet, dazu gehören weiße Wände und Decken sowie Parkett für Wohnungen und Büros. Sämtliche Elektroinstallationen sind dem schlichten Konzept angepasst, so wurden dezente, quadratische Kippschalter und Steckdosen in Weiß und Alpinweiß verwendet.

Bautafel

Architekten:  Rapp Architekten, Ulm und Braunger Wörtz, Ulm
Projektbeteiligte: Ingenierubüro Haide, Langenau (Tragwerksplanung); Ulm Consult, Ulm (Bauleitung); Jung, Schalksmühle (Schalter)
Bauherr: Projektentwicklungsgesellschaft der Stadt Ulm
Fertigstellung: 2011
Standort:  Magirus-Deutz-Str. 12, 89077 Ulm
Bildnachweis: Armin Buhl/PEG, Ulm

Fachwissen zum Thema

Elektroinstallation in Gebäuden

Elektroinstallation in Wohngebäuden

Größter Vorteil der Elektroinstallation mit Installationsbus: Alle Ein- und Ausgabegeräte können durch Programmierung beliebig miteinander verbunden werden; das System kann zudem umprogrammiert und erweitert werden (Im Bild: KNX Raumcontroller F 50; LS 990).

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Planungsgrundlagen

Klassische Elektroinstallation und Installationsbus

Beispiel eines Lichtschalters mit Wippe (Produkt: A 550 in Aluminium)

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Schalter/​Steckdosen

Schalter und Steckdosen

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