Windkraftwerkstürme aus dem 3D-Drucker

Fertigung direkt am Aufstellort

Kleinere Gebäude in 3D zu drucken ist kaum mehr eine Herausforderung für die moderne Bauindustrie. Schwieriger gestaltet es sich bei Ingenieurbauten, die hohe statische Anforderungen haben. Cobod, dänischer Hersteller von 3D-Betondruckern, arbeitet zusammen mit dem französischen Zementhersteller LafargeHolcim und dem Elektrokonzern GE Renewable Energy an 3D-gedruckten Turmsegmenten für Windkraftwerke.

Die Segmente werden am Aufstellort und Schicht für Schicht gedruckt.
Damit entfällt der aufwändige Transport vom Werk zur Baustelle.
Eine Limitation in Höhe und Breite der Türme ist damit nur noch durch die Technik und die Physik gegeben.

Die Effizienz eines Windkraftwerks steht in Abhängigkeit der Rotorblattlänge: Je länger die Rotoren sind, desto höher ist der Energiegewinn. Aktuell sind die Höhen solcher Anlagen meist auf 100 Meter begrenzt. Die drei Unternehmen forschen nun daran, aus Einzelsegmenten, die im 3D-Druck entstehen, weitaus höhere Türme zu bauen, um die Rotorblattlängen und damit die Effizienz der Anlagen deutlich zu erhöhen.

Der Vorteil des 3D-Drucks liegt dabei in der Fertigung der Einzelsegmente in beliebiger Größe und direkt an der Stelle, an der die Anlagen aufgestellt werden. So werden lange Transportwege und Limitationen durch begrenzte Durchfahrtshöhen und Straßenbreiten dadurch umgangen. Eine Größenbeschränkung läge damit nur noch im technisch und physikalisch Möglichen begründet.

Hersteller: COBOD International, Kopenhagen u.a.

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