Wärmespeicherfähigkeit

Dämmstoff mit guter Wärmespeicherfähigkeit: Schaumglas
Dämmstoff mit mittlerer Wärmespeicherfähigkeit: Schafwolle

Wegen der Temperaturschwankungen in Gebäuden wird deren Heizwärmebedarf auch von der Wärmespeicherfähigkeit und der Schichtanordnung der eingesetzten Materialien, d.h. von der thermisch wirksamen Wärmespeicherfähigkeit beeinflusst.

Dabei sind zwei Vorgänge zu beachten:

  • Die auf ein Gebäude auftreffende und durch die Fenster in die einzelnen Räume gelangende Sonneneinstrahlung kann im Allgemeinen von der Schwerbauart besser ausgenutzt werden als von der Leichtbauart, da bei der Schwerbauart eine Überheizung der Räume entweder überhaupt nicht auftritt oder wesentlich geringer ausfällt. Somit bleiben zusätzliche Energieverluste durch ansteigende Raumlufttemperaturen, die eine Erhöhung der Lüftungs- und Transmissionswärmeverluste zur Folge haben, bei der Schwerbauart kleiner als bei der Leichtbauart.
  • Bezüglich des Heizbetriebes erweist sich jedoch eine trägheitslosere, weniger wärmespeichernde Bauweise als günstiger, weil die Raumlufttemperaturen während jener Zeiten, zu denen die Räume nicht genutzt werden, stärker absinken können, wodurch die Wärmeverluste verringert werden. (Nacht-, Wochenabsenkung)

Beim Heizwärmebedarf von Gebäuden liegen somit bezüglich des Einflusses der Bauart zwei einander gegenläufige Phänomene vor. Allgemeingültige Aussagen, welche Bauart bezüglich des Heizwärmebedarfs günstiger ist, sind deshalb nicht möglich, sehr wohl jedoch Tendenzen:

  • Bei milden, kurzen Heizperioden, die durch relativ hohe Außenlufttemperaturen und damit kleine Gradtagszahlen sowie durch relativ hohe Sonneneinstrahlungsintensitäten gekennzeichnet sind, ist eine schwere Bauart von Vorteil; bei langen Heizperioden jedoch eher eine leichte. Die meteorologischen Verhältnisse Deutschlands entsprechen etwa einem Übergangsbereich.
  • Eine hohe Wärmespeicherfähigkeit weist sich unter den klimatischen Verhältnissen Deutschlands positiv aus, wenn aus nutzungsbedingten Gründen ein Dauerheizbetrieb nötig ist, das Heizsystem nur sehr träge reagiert und schwankende hohe äußere und innere Wärmelasten, wie Sonneneinstrahlung oder interne Wärmequellen vorhanden sind.
  • Eine geringe Wärmespeicherfähigkeit ist von Vorteil, wenn lange Heizunterbrechungen, wie Nacht- oder Wochenendabsenkung möglich sind, eine seltene Nutzung vorliegt (Gästezimmer, Hobbyraum) oder hohe spezifische Wärmeverluste auftreten.
Die Wärmespeicherfähigkeit Q wird berechnet pro Grad Temperaturdifferenz nach der folgenden Formel:

Q = d · ρ · c [kJ/m²K]

d = Wanddicke m; ρ = spezifisches Gewicht kg/m³, c = spezifische Wärmespeicherkapazität kJ/(kg K)

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