Von Baugerüsten inspiriert

Modulare Möbel mit Akustikpaneelen aus PET-Flaschen

Dem Wunsch nach mehr Flexibilität in der Arbeitswelt ist die Möbelserie Comma des Schweizer Unternehmens Vitra entwachsen. Aus sechs Teilen lassen sich im Baukastensystem Büromöbel aller Art konstruieren. Sowohl die Funktionsweise als auch die Ästhetik ist an Baugerüste angelehnt. Verbunden werden die einzelnen Teile mit sogenannten Klauen. Auf diese Weise können nach Bedarf neue Konfigurationen geschaffen werden. Das modulare System ist in Kollaboration mit dem Unternehmen Impact Acoustic entstanden, das visuell und akustisch abschirmende Paneele beigesteuert hat.

Comma Bürosystem, Designer Christian Grosen
Comma Bürosystem, Designer Christian Grosen
Comma Bürosystem, Designer Christian Grosen

Die Rahmenelemente – sogenannte Base Frames und Top Frames – werden mit horizontalen Verbindungsrohren zu einem Grundgerüst zusammengebaut. Für Stabilität und Aussteifung sorgen diagonale Verbindungsstücke, die mit einem Verriegelungsmechanismus ausgestattet sind, sodass kein Werkzeug erforderlich ist. Tischplatten, Regalböden und Akustikpaneele werden mit starkem Klettband an den horizontalen Verbindungen befestigt. Abschließend können die Arbeitsplätze nach Bedarf mit Stromleisten versehen werden, ebenfalls gehalten durch Klettband. Die Kabel werden entlang der Rohre geführt und mit Gummispannern fixiert.

Als Rück- und Trennwände fungieren akustisch wirksame Paneele aus einem filzartigen Textil. Das Material heißt Archisonic und wird aus Plastikflaschen gewonnen. Der Hersteller Impact Acoustic gibt an, pro Quadratmeter Akustikabsorber 88 Flaschen wiederzuverwerten. Die Produktion erfolgt auf dieselbe Weise wie bei herkömmlichem Filz. Je nach Anwendungsbereich kommen Screens in zwei Höhen und sechs Längen zum Einsatz. Zur Auswahl stehen zwei melierte Graunuancen. Das gesamte Baukastensystem ist in einer helleren und einer dunkleren Farbvariante erhältlich.

Firma: Vitra, Birsfelden; Akustikpaneele: Impact Acoustic, Luzern

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Gerüste werden ihrer Verwendung entsprechend in drei Hauptkategorien eingeteilt: Arbeitsgerüste, Traggerüste und Schutzgerüste.

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1586 entwickelte Domenico Fontana eine Gerüstkonstruktion für einen Obelisken auf dem Petersplatz im Vatikan

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