Vom Bauen mit erneuerbaren Materialien

Vom Bauen mit erneuerbaren Materialien

Dirk E. Hebel, Sandra Böhm, Elena Boerman (Hrsg.)

Fraunhofer IRB Verlag Stuttgart, 2024
254 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Tabellen
Hardcover, Format: 23 x 28 cm, gebunden
Text: Deutsch

Preis: 79,00 EUR

ISBN 9783738809060

Angesichts der zunehmenden Ressourcenknappheit steht das Baugewerbe vor der Herausforderung, nachhaltige Lösungen zu finden. Das Buch Vom Bauen mit erneuerbaren Materialien zeigt, wie Gebäude durch den Einsatz erneuerbarer Baustoffe zu einem langfristigen CO₂-Speicher werden können. Es geht um die Leistungsfähigkeit, Verfügbarkeit und Dauerhaftigkeit biologischer und geologischer Baustoffe im Vergleich zu konventionellen Materialien. Der Fokus liegt auf biobasierten Materialien wie Holz und ökologischen Dämmstoffen für kreislaufbasiertes Bauen sowie den zeitgemäßen Einsatz traditioneller Materialien wie Bambus, Lehm oder Stroh.

Präsentiert wird außerdem eine Vielfalt innovativer Materialien, die das nachhaltige Bauen voranbringen sollen. Dazu zählen bioadaptive Baustoffe wie zum Beispiel selbstheilender Beton auf Bakterienbasis oder moosrezeptiver Beton. Zudem werden Verbundwerkstoffe aus schnell nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus oder Myzelium beschrieben, die durch ihre Stabilität und Nachhaltigkeit überzeugen. Ergänzend geht es um Biobeschichtungen, die schützen und die Lebensdauer natürlicher Oberflächen verlängern sollen –beispielsweise eine Oberflächenbehandlung von Holz mit lebenden Pilzen. Bei der Erforschung neuer, biobasierter Baustoffe spielen digitale Technologien eine zentrale Rolle, etwa bei Biofaser-Komposit-Strukturen oder der digitalen Fertigung biologischer Materialien.

Unterschiedliche Projekte werden anhand von Fotos und informativen Texten umfassend erläutert, darunter der Prototyp zur Aufstockung „RoofKIT” des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Es zeigt, wie sich Architektur als Instrument zur atmosphärischen CO₂-Reduktion einsetzen lässt, wie ein zukünftiges Gebäude als Kohlenstoffspeicher entworfen und realisiert wird. RoofKIT besteht aus drei vorgefertigten Raummodulen in Holzbauweise, die sich aus jeweils zwei räumlichen Strukturen zusammensetzen, und einer Terrassenkonstruktion. Neben Frischholz kommt wiederverwendetes Holz zum Einsatz.

Das Fachbuch bietet eine umfassende Übersicht über aktuelle und zukünftige Möglichkeiten erneuerbarer Baustoffe; es informiert und bietet Inspiration für klimafreundliches Bauen.

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Brettschichtholz (BSH) besteht aus beliebig vielen, festigkeitssortierten Brettlamellen mit maximal 45 mm Dicke, die faserparallel zu Trägern verklebt sind.

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Mehrfamilienhaus in Potsdam nach Plänen der Berliner Scharabi Architekten: Weil die Konstruktion ohne Leim und Klebstoffe auskommt, ist sie komplett recyclebar. Auch viele andere Materialien, die im Haus verbaut sind, lassen sich wiederverwerten.

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Am Karlsruher Institut für Technologie entwickelte ein Team aus Studierenden und Lehrpersonen den Aufstockungs-Prototyp RoofKIT.

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