Vom Außen- zum Innenraum

Loggienverglasung bei einem Berliner Nachkriegswohnhaus

Im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wurde 2022 ein Nachkriegswohnhaus in Blockrandbebauung im teils bewohnten Zustand saniert. Die Berliner Immobiliengesellschaft Reger und die Architektin Brigitte Kränzel wählten dazu vorgefertigte Module des Herstellers Solarlux.

Vor die Loggien wurden vorgefertigte Fassaden-Module von Solarlux gehängt
Die Module weisen Glas-Faltwände und feste Brüstungselementen auf.
Die neue Fassade schuf einerseits Wintergärten, andererseits zusätzlichen Wohnraum.

Das fünfgeschossige Wohngebäude um 1959 bzw. 1960 errichtet und ist Zeugnis für den pragmatischen Ansatz schnellen und kosteneffizienten Bauens der Nachkriegszeit. Die rot angestrichene Betonstruktur und Loggien prägten das Fassadenbild des Bestands. Die neu vorgehängten Elemente vom Typ SL Modular System 960 kombinieren Glas-Faltwände mit festverglasten Brüstungen. Im Bereich der Küchen enthält das Modul jeweils klassische zweiflügelige Dreh-Kipp-Fenster sowie ein türkises Brüstungspaneel. Mit Raffstoren lassen sich die großen Glasflächen verschatten. Die Montage beanspruchte lediglich zwei Tage.

Bei den bewohnten Wohnungen wurden die Loggien in kleine Wintergärten verwandelt. Die großflächig öffenbaren Module hausen die früheren Außenräume thermisch ein, ohne dass deren Freiluft-Charakter verloren geht. Zugleich konnten durch die neue Fassadenschicht die alten Fenster an den Loggien erhalten bleiben und die Mieter*innen wurden von der Maßnahme kaum behelligt. Etwas größer waren die Eingriffe in den leerstehenden Wohnungen: Hier wurden Küchen, Bäder und Böden erneuert. Zudem wurden die Außenwände zu den Loggien geöffnet, um die Küchen zu erweitern und beispielsweise Platz für einen Esstisch schaffen. Die neuen Fassadenmodule sitzen hier direkt an dem vergrößerten Wohnraum.

Hersteller: Solarlux, Melle

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Holzfenster in Bruno Tauts Wohnsiedlung Onkel Toms Hütte in Berlin-Zehlendorf. Kennzeichnend für das Neue Bauen sind die Fenster in liegender Ausrichtung.

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Die Glasfassade der Hamburger Elbphilharmonie setzt sich aus 1.100 unterschiedlichen Elementen zusammen, Architekten: Herzog & de Meuron

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