Vogelschutz am Kunsthaus Glarus

Nachrüstung der Glasfassaden

Das Kunsthaus Glarus in der Ostschweiz ist als offene Architektur mit großflächigen Verglasungen direkt am Volksgarten gelegen. Aufgrund der Lage und der verwendeten Glasflächen besteht dort ein erhöhtes Risiko für Vogelkollisionen. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr schätzungsweise bis zu 100 Millionen Vögel durch Kollisionen mit Glasflächen. Besonders gefährdet sind Zugvögel, da sie spiegelnde oder transparente Fassaden häufig nicht als Hindernis wahrnehmen.

Von außen ist das Raster deutlicher zu erkennen.

Die Fassaden des Kunsthauses wurden daher nachträglich mit einem Vogelschutz des Herstellers SEEN ausgestattet. Das Unternehmen bietet Produkte für großflächige Projekte im Unternehmens- und Gebäudebereich sowie für private Anwendungen an. Dabei können sie sowohl bei Neubauten als auch zur nachträglichen Ausstattung bestehender Glasflächen eingesetzt werden.

Die in Glarus eingesetzte Vogelschutzfolie verfügt über ein Raster aus 9 mm großen Punkten mit einem Abstand von 90 mm. Dieses wurde mehrfach im Flugkanal der Biologischen Station Hohenau-Ringelsdorf geprüft und als hochwirksam (Kategorie A) eingestuft. Nach den Prüfergebnissen erkennen mehr als 90 Prozent der Vögel die markierten Glasflächen als Hindernis. und können Kollisionen vermeiden. Während beim Kunsthaus Glarus nun also Vögel Kollisionen vermeiden können, ist das dezente Punktraster für die Besucher*innen kaum wahrnehmbar. Das Beispiel zeigt, wie Maßnahmen zum Vogelschutz auch bei architektonisch anspruchsvollen Gebäuden integriert werden können.

Hersteller: SEEN, St. Gallen

Fachwissen zum Thema

Isolierverglasungen in verschiedenen Ausführungen Hauptbahnhof Berlin, Architekten: von Gerkan, Marg und Partner Architekten (gmp)

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Materialien

Glas

Die Glasfassade der Hamburger Elbphilharmonie setzt sich aus 1.100 unterschiedlichen Elementen zusammen, Architekten: Herzog & de Meuron

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Fassadenarten

Glasfassaden

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