Urban Oasis – Parks & Projects for a Greener Future

Urban Oasis – Parks & Projects for a Greener Future

Jessica Jungbauer

TeNeues Verlag, Düsseldorf 2023
224 Seiten, Hardcover im Format 23,5 x 30 cm, 138 Farbfotografien
Texte in deutscher und englischer Sprache

Preis: 39,90 EUR

ISBN 978-3-96171-440-7

Mit zahlreichen großformatigen Fotografien zeigt das Buch Urban Oasis Parks, grüne Dachgärten und gemeinschaftliche Garteninitiativen in weltweit 48 Städten. Die Autorin Jessica Jungbauer betont in ihrem Vorwort nicht nur die positiven Auswirkungen dieser Form städtischen Grüns auf den Klimaschutz wie beispielsweise das Abschwächen von urbanen Hitzeinseln und anderen Folgen von Extremwetterereignissen, sondern auch auf das mentale Wohlbefinden und das soziale Miteinander beim Gärtnern und Genießen der Natur mitten in der Stadt.

Vorgestellt werden u.a.:

  • der Körnerpark in Berlin als Transformation einer ehemaligen Kiesgrube zu einem denkmalgeschützten grünen Kleinod mit Wasserspielen und einer Orangerie für Ausstellungen und Konzerte
  • der Dakpark in Rotterdam, Europas größter Dachflächenpark auf einem Einkaufszentrum mit Liegeweise, Wasserspielen und Gewächshäusern
  • der Bentway-Park in Toronto unter einer aufgeständerten Autobahn, der im Winter zu einer Schlittschuhbahn umgewandelt wird und im Sommer zum Flanieren und zu Yoga zwischen Kunstinstallationen einlädt
  • das Ron Finley Project in Los Angeles, ein Guerilla-Gardening-Projekt eines „Gangsta Gardeners“ für Ernährungsgerechtigkeit mittels Selbstversorgung in Gemeinschaftsgärten sogar an Straßenrändern
  • die Green Corridors in Medellin, bei denen 18 Straßen und 12 Kanäle mit mehr als 8.300 Bäumen und 350.000 Sträuchern bepflanzt und zu grünen Schneisen verbunden wurden, um vor Luftverschmutzung und Wärmeinseln zu schützen
  • die 2,2 Hektar große Farm auf den Dächern der Thammasat-Universität in Bangkok, die Gemüse und Obst für jährlich etwa 80.000 Bio-Mahlzeiten produziert, mit denen die Studierenden versorgt werden
  • das Jewel Changi im Flughafen von Singapur als Glashülle für einen Indoor-Regenwald mit Wasserfall und vertikalen Gärten

Die Fotografien werden ergänzt mit Interviews, so u.a. mit dem Landschaftsgärtner Piet Oudolf über die Highline und mit dem Climate Lab über den Central Park, beides in New York, mit der Künstlerin und Kuratorin Wendy Whiteley über ihren „geheimen“, denn lange Zeit illegalen Garten in Sydney sowie mit der Landschaftsarchitektin Kotchakorn Voraakhom über die Universitäts-Farm in Bangkok.

Letzere erläutert: "Unsere Aufgabe als Landschaftsarchitekt:innen ist es, diese wirklich schwierige Aufgabe zu lösen. Wir müssen essen, aber es geht nicht mehr nur darum, wie wir Nahrung anbauen, sondern wie wir sie anbauen, damit künftige Generationen noch dasselbe tun können. Jedes Mal, wenn wir ein neues Projekt beginnen, müssen wir uns fragen, was das eigentliche Problem ist und sicherstellen, dass unsere Lösung nicht noch mehr Probleme schafft. Wie können wir einen Park bauen, der Grünflächen bietet und gleichzeitig das Problem städtischer Wärmeinseln und Überschwemmungen angeht? Wie können unsere Projekte nicht nur den Menschen zugutekommen, die uns bezahlen, sondern auch allen anderen Beteiligten? Wir können viel von der Natur lernen, von ihrem multifunktionalen Design und von ihrer Großzügigkeit gegenüber allen, die Teil ihres Ökosystems sind. Unser wichtigster Kunde ist die Natur selbst." 

Autorin: Prof. Dr.-Ing. Susanne Junker, Berlin

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