Tiny-Häuser beheizen

Behaglichkeit mit elektrischer Flächenheizung

Den Wunsch nach Autarkie im eigenen Tiny House hegen immer mehr Menschen. Auf kleinster Fläche bieten die Minihäuser heute alles, um ganzjährig darin leben zu können. Wer seinen Traum wahr werden lässt, muss bei der Planung sorgsam sein, denn jeder Zentimeter zählt. Eine wichtige Rolle spielt dabei unter anderem die Wahl der Beheizung. Hier kann eine elektrische Flächenheizung eine sinnvolle Lösung sein.

Carbonfolien sind sehr dünn und leicht, weshalb kein Wohnraum durch das Heizsystem verloren geht.
Die elektrische Flächenheizung E-nergy Carbon Pet von mfh systems bietet Behaglichkeit auf Knopfdruck durch Strahlungswärme ohne die Luftzirkulation eines Heizkörpers.
Beim Bauwagen des Waldkindergartens in Melle legte man großen Wert auf ökologische Baustoffe.

Eine elektrische Flächenheizung benötigt nur wenig an Platz, da sie im Boden, in der Wand oder Decke verlegt wird und nach dem Einbau praktisch „unsichtbar“ ist. Die Gestaltungsfreiheit im Innenraum, wird dadurch nicht zusätzlich eingeschränkt. Die am Markt erhältlichen Systeme, wie etwa selbstregulierende Heizkabel, Heizmatten, Carbonfolien oder Heizgewebe auf Glasfaserbasis, sind so dünn, dass sie praktisch keinen Raum einnehmen. Außerdem sind die Systeme sehr leicht, was vor allem bei mobilen Tiny Houses eine wichtige Rolle spielt. Auch die Montage eines Schornsteins und die damit verbundenen Kosten für den Schornsteinfeger sowie ggf. Flächen für die Lagerung von Brennholz sind überflüssig.

Gutes Raumklima

Elektrische Flächenheizungen sind geräuschfrei, geruchsneutral und wartungsfrei. Als Wandheizung können sie außerdem Schimmel vorbeugen. Eine Aufwärmphase gibt es im Grunde nicht, denn die elektrisch erzeugte Wärme steht unmittelbar zur Verfügung. Die Strahlungswärme erzeugt eine angenehme Behaglichkeit, was auch daran liegt, dass die – bei herkömmlichen Heizkörpern bzw. Radiatoren übliche – Luftzirkulation wegfällt. Dadurch wird weniger Staub aufgewirbelt, was auch für Allergiker ein wichtiger Vorteil ist.

Digitale Regelung

Die Steuerung einer elektrischen Flächenheizung erfolgt heute meist über digitale Regelungstechnik, die sich auch ins Smarthome einbinden lässt. So kann ein System, je nach Ausführung, abgestimmt auf die Wetterdaten programmiert werden, sodass die zur Verfügung stehende Energie effizient genutzt wird. Wer Ökostrom einsetzt, heizt umweltfreundlich und unabhängig von fossilen Brennstoffen. Mit selbst erzeugtem Strom aus einer Photovoltaikanlage schafft man einen wichtigen Schritt zur Autarkie im Tiny House.

Individuelle Lösungen für jeden Bedarf

Durch das niedersächsische Unternehmen mfh Systems wurde bei einem Tiny House die 25 Quadratmeter große Fläche des Wohn- und Essbereiches mit dem Produkt E-nergy Carbon Pet ausgestattet und mit einem Vinylboden kombiniert. In der Dusche wurde das Produkt E-nergy Carbon Fleece als Wandheizung eingebaut. Die Netzteile sind im Küchenschrank untergebracht. Über ein WiFi Thermostat in der Küche erfolgt die Regelung.

In einem Bauwagen für einen Waldkindergarten legte man sehr viel Wert auf ökologische Baustoffe. Hier wurde die elektrische Fußbodenheizung E-nergy IQ Öko 20 von mfh systems eingebracht. Die nur zwanzig Millimeter hohen und druckbelastbar gedämmten Heizelemente sind werkseitig mit Kanälen für das selbstregelnde Heizkabel versehen. Wärmeleitbleche aus Aluminium sorgen für eine schnelle Verteilung der Wärme. Das Systemheizkabel ist ein selbstregulierendes Heizkabel, d. h. es passt die Leistung je nach Bedarf automatisch an und kann dadurch nicht überhitzen. Dieser Regeleffekt passiert zentimetergenau, sodass das Kabel etwa unter den Möbeln eine andere Leistungsabgabe aufweist als vor dem Fenster.

Das Unternehmen FutureCarbon bietet mit seiner Produktreihe Carbo e-Therm Lösungen, die für Wand, Decke und Boden geeignet sind. Die elektrische Flächenheizung Carbo e-Wall etwa ist als Komplettmodul in eine Trockenbauplatte eingebracht und hat somit einen hohen Vorfertigungsgrad. Trockenbau und Heizungsmontage können damit in einem Arbeitsgang erfolgen. Dadurch sinken die Installationskosten, da der Bauträger schon im Werk das Heizsystem inklusive Verkabelung als Teil der Gebäudestruktur einbauen kann.

Quelle: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF), Dortmund

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