The Playground Project

M. Paul Friedberg, Riis Park Plaza, Jacob Riis Houses, New York City, 1965.
Group Ludic, Spielmodul, Wohnsiedlung Caucriauville, Le Havre, 1970.
Pädagogische Aktion (PA), Winter-Spielaktion, München-Neuperlach, 1972.

The Playground Project

Gabriela Burkhalter (Hrsg.)

Mit Beiträgen von Franklin Kirimi, Prisca Okila, Aldo Solano Rojas, Mitsuru Senda und Fan Lok Yi
Park Books, Zürich 2023
376 Seiten, 292 Abbildungen

Preis: 58 EUR

ISBN 978-3-03860-349-8

„Hier treffen Vorstellungen von Erziehung und Kindheit, von Stadtplanung und öffentlichem Raum, von Architektur und Kunst, von Kreativität und Kontrolle aufeinander“ – Im Spannungsfeld dieser Aspekte befindet sich ein Ort, den die meisten wahrscheinlich mit unbeschwerten Kindheitserinnerungen verknüpfen: der Spielplatz. Das Buch The Playground Project zeigt, dass sich im 20. Jahrhundert nicht nur Kinder auf ihm austobten. Weltweit diente der Spielplatz Künstler*innen, Landschaftsarchitekt*innen, Designer*innen und Aktivist*innen als kreatives Labor – ein Ort, an dem Stadt und Gemeinschaft neu gedacht werden kann.

Gabriela Burkhalter versammelt in ihrem Buch innovative, verrückte und aufregende Spielplätze der letzten 150 Jahre und legt dabei den Fokus auf die Biografien der wichtigen Protagonist*innen der Spielplatzgeschichte. Die Herausgeberin und Autorin eines Großteils der Texte, beschreibt das Buch selbst als ein „work in progress“, das stetig erweitert werden soll. Aktuell liegt es in der dritten, überarbeiteten Ausgabe vor. Diese beinhaltet neben den aus Burkhalters Sicht wichtigsten Projekten der westlichen Spielplatzgeschichte einen Text zu Spielplätzen in der ehemaligen DDR und vereinzelten Beispielen aus dem nichtwestlichen Kontext drei Beiträge weiterer Autor*innen zu Spielplätzen in Kenia, Mexiko und Hongkong.

Beim ersten Durchblättern fallen sofort die vielen historischen, teilweise über 100 Jahre alten Fotografien von Spielplätzen und spielenden Kindern auf. Allein dafür lohnt sich ein Blick in dieses Buch. Insgesamt werden im Hauptteil die Arbeiten von 25 Akteur*innen vorgestellt. Die Bandbreite reicht von wilden Abenteuerspielplätzen bis zu durchdesignten Spielskulpturen. Obwohl die jeweiligen Umgebungen so unterschiedlich erscheinen, haben die Kinder beim Spielen eine ähnliche Freude.

The Playground Project ist keinesfalls „nur“ ein hübscher Bildband zum Stöbern, sondern eine klare Leseempfehlung. In einem knapp 50-seitigen, sorgfältig recherchierten Einführungstext skizziert die Herausgeberin die Geschichte des Spielplatzes von ihren Anfängen im späten 19. Jahrhundert bis heute. Dabei verortet sie den Spielplatz an der Schnittstelle zwischen Pädagogik, Gestaltung und Politik und arbeitet diese heraus. Ob als Inspirationsquelle oder als Zeitreise – dieses Buch sei Architekt*innen, Gestalter*innen, Studierenden und politischen Akteur*innen wärmstens ans Herz gelegt. -np

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