The Nature of Swimming

The Nature of Swimming, Inhaltsverzeichnis
Schwimmbad in Astoria, Queens, New York City (links), Knubben Hafenbad von Snøhetta in Arendal, Norwegen (rechts oben), Aarhus Hafenbad in Dänemark (rechts unten)
The Retreat von BASALT Architekten auf Reykjanesskagi, Island

Von historischen Ritualen bis hin zu urbanen Badestellen: Der Bildband rückt die langwährende Beziehung zwischen Mensch und Wasser in den Fokus.

Robert Klanten, Laura Allsop (Hrsg.)

Unique bathing locations and swimming experiences
Gestalten Verlag, Berlin 2024
256 Seiten, Fotografien, Essays und Projektbeschreibungen, Format 21 × 26 cm, Hardcover, Englisch

Preis: 45 EUR

ISBN 9783967041026

Passend zum nahen Sommerbeginn hat der Gestalten Verlag einen Bildband über das Baden in der Natur herausgegeben. Neben Badeseen, Meeresschwimmbecken und Thermalquellen liegt der Fokus des Buches The Nature of Swimming auf der ergänzenden Architektur. Kurze Essays informieren über die langjährige Beziehung zwischen Mensch und Wasser, Fotografien zeigen ausgewählte Badestellen im Freien.

Das Buch beginnt mit einem Einblick in die Geschichte des Badens und zeigt die gemeinschaftsbildenden und kulturellen Aspekte auf. Anhand von Gemälden und historischen Aufzeichnungen aus Indien und China sowie den Überresten antiker, römischer und griechischer Thermalbäder lässt sich die Praxis des täglichen Badens bis mehrere Jahrhunderte vor Christus zurückverfolgen. Während sich in Europa römische Badehäuser verbreiteten, etablierte die islamische Welt Hammams als Zentren des gemeinschaftlichen Badens und des Austauschs. Im 19. Jahrhundert fanden auch sie ihren Weg in die westliche Welt. Mit der Industrialisierung nahm gleichzeitig das touristische Reisen zu und Badeorte an der Küste gewannen an Popularität.

Badestellen, egal ob im Freien oder in Innenräumen, waren schon immer soziale Orte. Sie bringen Menschen zusammen, dienen als Treffpunkte außerhalb gesellschaftlicher Zwänge und ermöglichen eine Flucht aus dem Alltag. Das Schwimmen hat zudem einen Beitrag zur Emanzipation geleistet. So brach die US-Amerikanerin Gertrude Ederle mit Geschlechternormen, als sie als erste Frau den Ärmelkanal durchschwamm.

Angesichts weltweit sinkender Wasserqualitäten gilt es, diese Orte insbesondere in Städten zu fördern und zugänglich zu machen. Ein Blick auf Badestellen im urbanen Kontext zeigt, dass skandinavische Länder hier Vorreiter sind. Als Beispiele seien die künstlichen Betonschollen von Snøhetta in Norwegen oder die großzügigen Holzterrassen am Hafen von Kopenhagen von BIG genannt.

Das Buch wirft auch einen Blick auf die alltägliche Praxis des Badens in Bezug auf Sport, Gesundheit und Freizeit. Es zeigt die heilende Wirkung heißer Quellen und das Vergnügen beim Baden in Lagunen und Meeresschwimmbecken. Voraussetzung dafür sind saubere Gewässer – The Nature of Swimming ist deshalb nicht zuletzt ein Appell, bedacht mit der endlichen Ressource Wasser umzugehen.

Fachwissen zum Thema

Gechlortes Wasser in unmittelbarer Nachbarschaft zum Salzwasser des Atlantiks: Piscinas de Marés von Álvaro Siza in Leça da Palmeira (bei Porto, erbaut 1966)

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Einführung

Beschaffenheit des Wassers

Salzwasser macht etwa 97 % der gesamten Wasservorkommen der Erde aus.

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Einführung

Wasserarten und -qualitäten

Bauwerke zum Thema

Der 1935 eröffnete Jubilee Pool liegt auf einer exponierten Felsformation im Atlantik.

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Sport und Spiel

Jubilee Pool in Penzance

Studio Nauta plante im niederländischen Arnheim ein Naturbad am Rheinufer.

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Bauen am Wasser

Pool by a River in Arnheim

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