Terrassen

Terrassiert angelegte Landschaft auf der kykladischen Insel Sifnos.

Der Begriff „Terrasse“ (franz. terrasse, abgeleitet von lateinisch terra für Erde) bezeichnet eine flache oder schwach geneigte Geländefläche, die durch eine Böschung oder einen steileren Hang von benachbarten Bereichen abgegrenzt wird. In der Geologie und Geomorphologie wird dieser Begriff für flache Fels- oder Schotterstufen an Talhängen verwendet, die auf die ursprüngliche Lage von Flüssen, Seen oder Stränden hinweisen. Terrassen entstanden durch natürliche Erosion oder durch menschliche Eingriffe, um steile Hanglagen für Landwirtschaft oder Siedlungen nutzbar zu machen. Sie verbessern die Hangstabilität, verhindern Erosion und ermöglichen eine gezielte Bewässerung.

Im Weinbau werden Terrassen häufig auf steilen Hängen angelegt, um Rebflächen zu schaffen, die ohne künstliche Gestaltung nicht nutzbar wären. Die Rebzeilen werden quer zum Hang ausgerichtet, und oft wird nur eine einzelne Zeile pro Terrasse gepflanzt. Trockensteinmauern stützen diese Terrassen und verhindern die Erosion der steilen Hänge, was den Anbau auf schwierigen Geländen ermöglicht. Diese Mauern, die ohne Bindematerial gebaut werden, haben eine lange Tradition und sind heute als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt. Sie speichern Wasser und Wärme und fördern ein günstiges Mikroklima für die Reben, was besonders in hochgelegenen Anbaugebieten wichtig ist.

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