Tatami

Traditionelle Tatami-Anordnung für verschiedene Raumgrößen
Die Verwendung von Beton-Schaltafeln im Tatami-Format ist das Markenzeichen des Architekten Tadao Ando, wie z.B. in der Abbildung beim Vitra-Konferenzpavillon in Weil am Rhein

Tatami sind Matten aus Reisstroh, die seit der Heian-Periode (794 – 1185) in Japan als Fußböden in traditionell gestalteten Zimmern verwendet werden. Sie haben eine definierte Größe von 180 x 90 cm, davon gibt es regional bedingt geringfügige Abweichungen. Durch die Proportion 2:1 lassen sich die Matten zu Mustern legen, für die es wiederum traditionelle Regeln gibt. Tatami ist gleichzeitig ein Flächenmaß (etwa 1.65 m²) und ein Modul für die Größe von Räumen.

Tatami bestehen aus einem etwa 5 cm dicken, fest gebundenen Reisstrohkern, der von einer Binsenmatte aus Igusa-Gras umhüllt ist, fixiert durch seitlich angenähte Stoffbänder. Sie spielen vor allem für die Architektur japanischer Teehäuser und -zimmer (Chashitsu) eine bedeutsame Rolle, die traditionell eine Grundfläche von 4,5 Tatami-Matten besitzen.

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