Supreme Sport Village in Rom

Lichtdurchflutete Schwimmhalle unter dunkler Holzkonstruktion

Kleine und große Wohnblocks prägen das Quartier Tor Sapienza am östlichen Stadtrand von Rom. Hier planten die ortsansässigen Architekten von LAD Laboratorio di Architettura e Design das Supreme Sport Village. Der helle und massive Gebäudekomplex des Sportzentrums bildet das Gegenüber eines ausgedehnten achtgeschossigen Wohnblocks aus den 1970er-Jahren, der ringförmig von der Viale Giorgio Morandi umschlossen ist. Südlich schließen Außenanlagen mit mehreren Sportplätzen an, nördlich davon befindet sich ein großer Parkplatz.

Der Gebäudekomplex besteht aus einem hohen Giebelbau mit Schwimmhalle sowie zwei eingeschossigen Flachbauten als Umfassung (Südwestfassade)
Haupteingang Nord zwischen den flachen Gebäuderiegeln
Der Baukörper entlang des Parkplatzes beinhaltet ein Physiotherapie-Zentrum (Westansicht)

Das Sportzentrum besteht aus zwei eingeschossigen Flachbauten und einem breitgezogenen Satteldachbau doppelter Höhe, der eine imposante, teilweise bis unters Dach offene Schwimmhalle beherbergt. Einer der flachen Baukörper steht parallel zur Viale Giorgio Morandi, er beinhaltet Gewerbeflächen und ein Restaurant. Der andere ist rechtwinklig dazu angeordnet, mit etwas Abstand und parallel zum Parkplatz. In diesem nördlichen Riegel sind Gäste-WCs, Büroräume für die Verwaltung, ein Raum für Kinder und ein Physiotherapiezentrum untergebracht, das von innen und außen zugänglich ist. Das Haupthaus mit Satteldach und Schwimmhalle wird durch die Flachbauten L-förmig eingefasst.

Verbindendes Element aller drei Gebäudeteile ist eine Passage von Norden nach Süden (vice versa), die als Eingangs- und Erschließungszone dient. Sie erhält Tageslicht durch Oberlichter und schafft auch einen Durchgang zwischen Parkplatz und Außenanlagen. In ihrem südlichen Zugang nimmt sie die Kassen mit den Eingängen zum Schwimmbad und einem Fitnessstudio auf. Oberhalb der Kassen verbindet eine Brücke das Fitnessstudio im Dachgeschoss des Haupthauses mit einem Aufzug im Seitenflügel.

Nach dem Bezahlen werden die Besucher zunächst über ein Treppenhaus nach unten geführt, ziehen sich dort um und laufen (bzw. fahren mit dem Aufzug) wieder hinauf. Sämtliche Umkleiden und Sanitärräume für das Schwimmbad, das Fitnessstudio und die Gymnastikräume sind im Untergeschoss angeordnet, und zwar für Besucher und Vereinssportler klar getrennt.

Mittelpunkt des Ensembles ist die Schwimmhalle im Erdgeschoss des Haupthauses mit ihrem 25-Meter-Sportbecken und einem seitlich angrenzenden Nichtschwimmerbecken. Über große Fensterfronten gelangt reichlich Tageslicht in die Halle, deren dunkle hölzerne Dachkonstruktion oberhalb der Becken sichtbar ist: Hier offenbaren sich die mächtigen, sanft gewölbten Brettschichtholzträger, diagonale Verstrebungen und schließlich die oberen Querbalken. Große Verglasungen eröffnen darüber hinaus Sichtbezüge zu einem weiteren Außenbecken. Unterbrochen wird der große Luftraum der Schwimmhalle von einer eingestellten Box: Die oberste Etage mit dem Fitnessstudio und der Verbindung zum Flachbau ist als Galeriegeschoss konzipiert und als breite Zone unterhalb der Firstlinie aufgeständert. Lange Fensterbänder sorgen für gute Sichtverbindungen in die Schwimmhalle und ins Freie.

Bautafel

Architekt: LAD Laboratorio di Architettura e Design, Rom
Projektbeteiligte:
Francesco Napolitano, Rom (Entwurf); Simone Lanaro (Innenarchitektur); Michelangelo Sabuzi Giuliani, Maria Carla Lini, Marcello Amalfitano, Rom (Projektteam)
Bauherr: Tor Sapienza 2008, Rom
Fertigstellung:
2016
Standort:
Viale Giorgio Morandi, Rom
Bildnachweis: LAD Laboratorio di Architettura e Design, Rom

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