Stampflehm

Bei unverputzten Stampflehmwänden bleibt der Bauprozess im Fassadenbild sichtbar.

Der feinkrümelige und erdfeucht aufbereitete Stampflehm erreicht nach seiner Verdichtung und Austrocknung eine Rohdichte zwischen 1.700 und 2.200 kg/m3 und ist somit der „schwerste“ Lehmbaustoff. Er kann zum einen durch schalungsgebundenen, lagenweisen Einbau oder mittels der Herstellung von Lehmsteinen zu tragenden Bauteilen verwendet werden.

Bei der Stampflehm-Bauweise wird eine erdfeuchte Lehmmischung in 10 bis 15 cm hohen Schichten in eine druckfeste Schalung geschüttet und mittels Stampfgeräten verdichtet. Unmittelbar nach dem Stampfen kann ausgeschalt werden, da es keine Abbindezeit gibt. Allerdings ist die Wand erst dann belastbar, wenn sie vollständig ausgetrocknet ist. Bei der Herstellungsvariante mittels Lehmsteinen werden diese nach den Regeln des Mauerwerksbaus verarbeitet.

Fachwissen zum Thema

Je nach Art des Lehms, Bautechnik und konstruktivem Witterungsschutz sind unterschiedliche Fassadenerscheinungen möglich. Bei unverputztem Wellerlehm, wie hier im Bild zu sehen, ist die Stroharmierung gut zu sehen.

Je nach Art des Lehms, Bautechnik und konstruktivem Witterungsschutz sind unterschiedliche Fassadenerscheinungen möglich. Bei unverputztem Wellerlehm, wie hier im Bild zu sehen, ist die Stroharmierung gut zu sehen.

Materialien

Lehm

Der Lehmbau erlebt im Zuge aktueller Nachhaltigkeitsdebatten eine Renaissance, denn Lehm lässt sich meist lokal gewinnen.

Der Lehmbau erlebt im Zuge aktueller Nachhaltigkeitsdebatten eine Renaissance, denn Lehm lässt sich meist lokal gewinnen.

Baustoffe/​-teile

Lehm

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