Sport- und Bürogebäude in Köln

Hybrid genutzter Stadtbaustein

In Köln-Deutz ist unweit des Messegeländes ein städtebauliches Ensemble aus Schul-, Sport- und Bürogebäuden nach Plänen des Architekturbüros heinlewischer entstanden. Das eigenständige Sport- und Bürohaus an den Gelenkbogenhallen integriert zwei übereinandergestapelte Sporthallen, die von der benachbarten Schule genutzt werden. Im Erdgeschoss verbindet eine Mitarbeiterkantine mit flexibel öffenbarer Glasfassade den Innenraum mit einer großen Außenterrasse.

Es integriert zwei übereinandergestapelte Sporthallen, die auch von der benachbarten Schule genutzt werden.
Regelmäßig angeordnete, großzügige Fensteröffnungen gliedern die Mauerwerksfassade horizontal.
Im Erdgeschoss verändert sich der Fassadencharakter: Hier sorgen raumhohe Verglasungen für eine deutlich offenere Gestaltung und einen stärkeren Bezug zum Außenraum.

Vom Schulbau zum Nutzungsmix

Im Rahmen eines Investorenauswahlverfahrens suchte die Stadt Köln einen privaten Partner für den Bau und die langfristige Vermietung eines Gymnasiums für 1.000 Schüler*innen. Die Ulrich Beckmann Facility Management GmbH beteiligte sich mit einem Entwurf von heinlewischer und brachte dafür drei benachbarte Grundstücke in Köln-Deutz ein. Ursprünglich war vorgesehen, die Sporthalle auf dem Schulgrundstück unterzubringen. Da dort jedoch ausreichend Fläche für den Schulhof benötigt wurde, wurde die Sportnutzung auf das benachbarte Grundstück verlagert. 

Die städtebauliche Qualität des Entwurfs zeigt sich in der räumlichen Verdichtung. Durch die Stapelung zweier Zweifachsporthallen wird Grundfläche gespart und gleichzeitig Raum für ergänzende Büroflächen geschaffen. Damit reagiert das Projekt auf knappe, innerstädtische Grundstücke und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Für die Bauwerke wird eine DGNB-Platin-Zertifizierung angestrebt, bei der neben dem Energieverbrauch auch der gesamte Lebenszyklus der Gebäude berücksichtigt wird.

Kubatur und Fassadenstruktur

Das Sport- und Bürogebäude ist als fünfgeschossiger, rechteckiger Baukörper mit Flachdach ausgebildet. Die Fassade wird überwiegend durch Mauerwerk geprägt, das zwischen der umgebenden Bebauung und dem Schulgebäude vermittelt. Regelmäßig angeordnete, großzügige Fensteröffnungen gliedern die Außenansicht horizontal. Für die Fenster- und Fassadenprofile wurde RAL 1035 Perlbeige als einheitliche Leitfarbe gewählt. Im Erdgeschoss verändert sich der Fassadencharakter: Hier sorgen raumhohe Verglasungen für eine deutlich offenere Gestaltung und einen stärkeren Bezug zum Außenraum.

Sport und Büro unter einem Dach

Entsprechend den unterschiedlichen Nutzergruppen – Büromitarbeiter*innen und Schüler*innen – sind die beiden Sporthallen vollständig unabhängig von den Büroflächen organisiert. Sie verfügen über einen eigenen Zugang, ein separates Treppenhaus und zugeordnete Umkleidebereiche. Die umliegenden Büroflächen werden zu rund 80 Prozent von einem Unternehmen für Modeschmuck und Accessoires genutzt.

Das Erdgeschoss bildet mit einer rund 360 Quadratmeter großen Kantine einen zentralen Gemeinschaftsbereich des Gebäudes. Sie gliedert sich in ein Foyer mit Empfang, einen offenen Küchenbereich sowie eine separate Spül- und Vorbereitungsküche. Ein durch einen Vorhang teilbarer Multifunktionsraum lässt sich sowohl als Speisesaal als auch für Besprechungen nutzen. Eine flexible Glasfassade mit dem Schiebefenstersystem cero von Solarlux öffnet den Raum zur südlich gelegenen Terrasse. Diese stellt zugleich einen räumlichen Bezug zur benachbarten Mensa und zum Schulhof des Gymnasiums her.

Maximale Offenheit

Für die Fassade der Kantine wurde anstelle der ursprünglich geplanten Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Fluchttüren das hochwärmegedämmte Maximal-Schiebefenster cero III von Solarlux eingesetzt. Die rund 16 Meter breite und 3,70 Meter hohe Anlage besteht aus vier Schiebeelementen und zwei Festverglasungen, die in einer dreispurigen Bodenschiene geführt werden. Je zwei Schiebeflügel lassen sich nach links bzw. rechts verschieben und vor den Festverglasungen parken. So entsteht eine rund 40 Quadratmeter große Öffnung. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichts lassen sich die Flügel manuell bedienen.

Im geschlossenen Zustand ermöglichen umlaufend nur 34 Millimeter schmale Flügelstöße und ein Glasanteil von bis zu 98 Prozent eine weitgehend durchgehende Verglasung. Projektspezifisch wurde die Anlage mit 56 Millimeter starkem Sonnenschutzglas mit Vogelschutzfunktion ausgeführt. Das Glas gehörte nicht zum Lieferumfang von Solarlux.

Bautafel

Architektur: heinlewischer, Köln
Projektbeteiligte: Ed. Züblin, Köln (Generalunternehmer); Forster Fassadentechnik, Mitterteich (Fassadenplanung); Solarlux, Melle (Hersteller: Schiebefenstersystem cero)
Bauherr*in: Ulrich Beckmann Real Estate, Köln
Fertigstellung: 2025
Standort: An den Gelenkbogenhallen 1a + 1b, 50679 Köln
Bildnachweis: Constantin Meyer für Solarlux

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Fachwissen zum Thema

Fenstertüren werden oft als Balkon- oder Terrassentüren eingesetzt. Im Bild das Beispiel einer Glas-Faltwand mit Holzrahmen (Serie Woodline von Solarlux).

Fenstertüren werden oft als Balkon- oder Terrassentüren eingesetzt. Im Bild das Beispiel einer Glas-Faltwand mit Holzrahmen (Serie Woodline von Solarlux).

Glaswände/​Balkone

Fenstertüren

Schiebetüren werden häufig für Baubreiten ab 1,30 m verwendet.  Im Pavillon vor dem Hyatt Regency Hotel in Köln besteht die Glasfront aus Schiebefenstern der Serie cero von Solarlux.

Schiebetüren werden häufig für Baubreiten ab 1,30 m verwendet. Im Pavillon vor dem Hyatt Regency Hotel in Köln besteht die Glasfront aus Schiebefenstern der Serie cero von Solarlux.

Konstruktion/​Funktion

Schiebetüren

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