Solar Loops

Solaraktives Verschattungssystem im öffentlichen Raum

Mit dem Forschungsprojekt Solar Loops reagiert die Frankfurt University of Applied Sciences auf eine der drängendsten Fragen heutiger Stadtplanung: Wie lassen sich öffentliche Räume an die zunehmende Hitze anpassen? Der experimentelle Schattenspender entstand im Sommersemester 2025 im Rahmen eines Lehr- und Forschungsprojekts unter der Leitung von Timo Carl und Chris Charles Gallinari. Gemeinsam mit den Architekturstudierenden sowie mehreren Industriepartnern entwickelten sie einen Prototypen. Im August 2025 wurde das Projekt auf dem Superbloom Festival im Münchner Olympiapark präsentiert.

In einem filigranen Seilnetz hängen die aus Polycarbonatbändern geformten „Loops“, die als Trägerstruktur für organisch gebogenen Photovoltaik-Module dienen.
Überschüssige Wärme und Licht werden in elektrische Energie umgewandelt.
Aufbau der Leichtbaukonstruktion

Zentrales Element des Projekts ist ein solaraktives Sonnensegel, das Verschattung, Energiegewinnung und mikroklimatische Kühlung kombiniert. In einer kubischen Grundstruktur aus Traversen ist ein filigranes Seilnetz eingehängt, an dem die sogenannten „Loops“ hängen. Auf den ersten Blick erinnern sie an ineinander geflochtene Filmstreifen. Tatsächlich handelt es sich um transparente Polycarbonatbänder, die zu Schlaufen gebunden und paarweise ineinander gesteckt sind. Insgesamt 36 dieser Loops wurden für den Prototypen benötigt.

Das Polycarbonatband dient als Trägerstruktur für die organisch gebogenen Photovoltaik-Module. Die nur zwei Millimeter starken Elemente wurden CNC-gefertigt und auf einen möglichst geringen Materialeinsatz optimiert. Das modulare System erlaubt eine platzsparende Lagerung und einen einfachen Aufbau: Kerben an den Enden der Bänder sorgen dafür, dass sie sich verhaken und eine stabile Schlaufe entsteht. Diese sind wiederum so dimensioniert, dass sich zwei Schlaufen mit nur wenigen Handgriffen verbinden lassen. 

Die offene, leichte Konstruktion fördert außerdem die Luftzirkulation und trägt zur Verdunstungskühlung bei, während sie überschüssige Wärme und Licht in elektrische Energie umwandelt. Darüber hinaus zeigt die Installation, wie technische Infrastruktur und räumliche Qualität zusammenwirken können: Bei direkter Sonneneinstrahlung entsteht ein lebendiges Licht- und Schattenspiel, das eine angenehme Aufenthaltsatmosphäre schafft.

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Der G-Wert setzt sich zusammen aus dem direkten Strahlungstransmissionsgrad τe und der sekundären Abgabe nach innen qi.

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