Situationen des Seins

Literarisch inspirierter Pavillon

An literarischen Vorgaben und dem örtlichen Kontext orientierte sich die Gestaltung des Pavillons Situaciones de Estar (Situationen des Seins) in der mexikanischen Stadt Mexicali, im Grenzgebiet zu den USA. Entworfen vom Büro Veintedoce Arquitectura und in Zusammenarbeit mit Localista realisiert, diente das temporäre Bauwerk als Ort der Veranstaltung A Timeless Way of Building, benannt nach der 1979 veröffentlichten Publikation des Architekten Christopher Alexander. Gegen die Hitze der mexikanischen Mittagssonne entwarf das Planungsteam ein Gestell mit gelb leuchtendem Sonnenschutztextil.

Entworfen vom Architekturbüro Veintedoce Arquitectura und in Zusammenarbeit mit Localista, diente das temporäre Bauwerk als Ort der Veranstaltung "A Timeless Way of Building".
Die Gestaltung des Pavillons basiert auf Prinzipien des Gestaltungsansatzes der sogenannten pattern language, den der Architekt Christopher Alexander entwickelte und 1977 im gleichnamigen Buch veröffentlichte.
Der Pavillon besteht aus einer Reihe von hölzernen Strukturen, darunter einzelne Module, die von den Besuchenden während der Veranstaltung angeeignet werden.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts The Sedimentary Effect, welches grenzübergreifend zwischen Mexiko und den USA die Wahrnehmungen von Natur, Architektur und Spiritualität erforscht. Unter Leitung der Kuratorin Andrea Torreblanca umfasst es künstlerische Interventionen, Vorträge, Expeditionen und Publikationen, und wird zwischen 2021 und 2025 in mehreren Etappen präsentiert.

Architektonisches Konzept

Die Gestaltung basiert auf den Prinzipien der von Christopher Alexander entwickelten pattern language, die er 1977 im gleichnamigen Buch veröffentlichte. Eine Auswahl jener Prinzipien bestimmen Struktur und Form des Pavillons, um eine Vielzahl von „Situationen des Seins“ im Pavillon zu ermöglichen. Als teilweise dynamischer und flexibler Raum soll er bestimmte menschliche Aktivitäten begünstigen: sitzen, liegen, beobachten, die Brise spüren, teilen, zuhören, tanzen, träumen, schlafen und essen.

Zudem nimmt der Pavillon Bezug auf den Ort. Christopher Alexander war zwischen 1975 und 1976 von der Regierung von Mexicali eingeladen worden, zusammen mit Kolleg*innen sowie der Gemeinschaft einen experimentellen Sozialwohnungsbau am Stadtrand zu entwickeln. Der Pavillon befindet sich auf dem Baubetriebshof des Projekts, bekannt als El Sitio, der nach wie vor in Gebrauch ist.

Funktionalität und Struktur

Der Pavillon besteht aus einer Reihe von hölzernen Strukturen, darunter einzelne Module, die sich Besuchende während der Veranstaltung aneignen können. Ähnlich einer Sportarena sind sie in konzentrischen Ovalen angeordnet, auf denen bis zu 120 Personen sitzen können. In der Mitte befindet sich ein langer Tisch, an dem die Vortragenden und Diskutierenden Platz nehmen. Dieser soll eine zwanglose und weniger hierarchische Interaktion zwischen den Teilnehmern und Gästen fördern.

Die verschiedenen Module haben unterschiedliche Höhen, sind als Stufenpodeste oder Liegeflächen ausgeformt, um die verschiedenen „Situationen des Seins“ zu unterstützen. Sie sind aus lokal verfügbarem Kiefernholz gefertigt und mit kanariengelben Akzenten versehen, die die Flora der nahen Wüste widerspiegeln sollen. Über dem Gemeinschaftstisch bewegen sich leuchtend gelbe Stoffbahnen im Wind und schützen vor einfallendem Sonnenlicht. Sie sind an Laufschienen arretiert und hängen an variabel einstellbaren Bögen herab. Die Schienen sind über Stahlseile an einer filigranen Holzständerkonstruktion aufgehängt. Durch die Einstellmöglichkeit der Stoffbahnen lässt sich tagsüber das steil einfallende, abends das seitlich eintreffende Sonnenlicht partiell abschirmen.

Während der dreitägigen Veranstaltung diente der Pavillon als zentraler Ort für den Austausch von Ideen zu gemeinschaftsorientiertem Design und menschlichem Wohnen. Die Veranstaltung zog Architekt*innen, Philosoph*innen und Stadtplaner*innen aus der Region und darüber hinaus an, die in einer informellen und inspirierenden Umgebung über die Theorien von Christopher Alexander diskutierten.

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Materialien

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