Serielle Sanierung

In wenigen Schritten werden die vorgefertigten Wandtafeln an der Fassade montiert, wie hier an einem Plattenbau in Ludwigsfelde.

Bei einer herkömmlichen Sanierung wird nach der Bestandsaufnahme individuell geplant und ausgeführt. Für den auf das einzelne Gebäude abgestimmten Planungs- und Bauprozess wird entsprechend viel Zeit benötigt – zu viel Zeit, sagen einige. Damit beziehen sie sich auf die weitgehende Treibhausgasneutralität zur Mitte des 21. Jahrhunderts, wie sie der 2016 vom Bundeskabinett beschlossene Klimaschutzplan 2050 anstrebt. 

Bei einer Seriellen Sanierung kommen Fassaden- und Dachelemente zum Einsatz, die so geplant und vorgefertigt wurden, dass sie sich vor Ort mit wenigen Eingriffen montieren lassen. Es können jedoch auch weitere Maßnahmen dazugehören, etwa die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Seriell ist das Verfahren vor allem dann, wenn viele gleiche Elemente produziert und die Sanierungen in kurzen Abständen hintereinander oder sogar parallel ausgeführt werden.

Dieses Verfahren verspricht mehrere Vorteile:

  • eine beschleunigte Planung
  • eine beschleunigte Fertigung der Bauteile im Werk, in Form von Fassadentafeln mit bereits eingebrachter Dämmung sowie eingebauten Fenstern und Türen
  • eine höhere Ausführungsqualität durch die industrielle Vorfertigung
  • eine beschleunigte Ausführung mit weniger Störungen für die Bewohner*innen des Bestands
  • weniger (hochqualifiziertes) Personal auf der Baustelle, aufgrund des hohen Vorfertigungsgrads, der vereinfachten Montage und des vermehrten Maschineneinsatzes

Die größten Zeit- und Kosteneinsparungen lassen sich bei der Sanierung von standardisierten Gebäuden erzielen, zum Beispiel bei den sogenannten Plattenbauten im Osten oder den Großwohnsiedlungen im Westen der Bundesrepublik. Doch auch Einfamilienhäuser lassen sich seriell sanieren, wie die Deutsche Energie-Agentur in ihren Publikationen zeigt. Weiteres Beschleunigungspotential bietet die Bestandsaufnahme mittels Laserscan und digitaler Gebäudemodelle.

Fachwissen zum Thema

Bei einer Sanierung mit WDVS erhöht sich der U-Wert einer monolithischen Außenwand von ca. 1,3 W/(m²K) auf ca. 0,31 - 0,21 W/(m²K).

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Modernisierung

Außenwände nachträglich dämmen

Anforderungen an den Wärmeschutz sind in der DIN 4108 Wärmeschutz und im Gebäudeenergiegesetz (GEG) formuliert.

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Normen

DIN 4108 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden

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