Schrittweise von der Brennwerttechnik zur Wärmepumpe
Hybridkessel ermöglichen stufenweisen Wechsel von einer Gas- oder Ölheizung zur Wärmepumpe.
Die Modernisierung einer Heizungsanlage will gut geplant sein. Insbesondere bei älteren Gebäuden kann sie mit einer umfassenden energetischen Sanierung verbunden sein. Wer Investitionen und baulichen Aufwand über mehrere Jahre verteilen möchte, kann zunächst die bestehende Heiztechnik austauschen und die Umstellung auf regenerative Wärme zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen. Dafür bietet Buderus zwei Wärmepumpen-Hybridkessel an: Der Logano plus KBH192i ist für den Betrieb mit Gas ausgelegt, der Logano plus KBH195i für Heizöl.
Beide Geräte verbinden Brennwerttechnik mit Wärmepumpentechnik. Eine werkseitig integrierte Hybrid-Hydraulikgruppe auf der Rückseite des Brennwertkessels ermöglicht den direkten Anschluss einer Wärmepumpen-Außeneinheit. Eine zusätzliche Inneneinheit ist daher nicht erforderlich. Vorkonfektionierte Komponenten sollen die Montage vereinfachen; für die Installation ist laut Hersteller kein Kälteschein erforderlich.
Der KBH192i ist in den Leistungsgrößen 15, 22 und 30 kW erhältlich, der KBH195i in 19 und 25 kW. Die Regelung übernimmt der werkseitig integrierte Hybridmanager IHM200. Er steuert das Zusammenspiel der beiden Wärmeerzeuger abhängig von der gewählten Betriebsstrategie. Dabei können unter anderem die Energiepreise oder möglichst lange Laufzeiten der Wärmepumpe berücksichtigt werden.
Über das LAN- oder Funkmodul MX400 lassen sich die Heizsysteme zudem mit Zustimmung der Eigentümer*innen über das Webportal Buderus ConnectPRO überwachen. Fachbetriebe können dort Betriebsparameter anpassen und bei bestimmten Störungen eine Ferndiagnose beziehungsweise -behebung vornehmen.
Schrittweise zur Wärmepumpe
Die beiden Hybridkessel sind für einen schrittweisen Wechsel von fossilen Brennstoffen zu elektrischer Wärmeerzeugung konzipiert. Brennwertkessel, Hydraulik, Regelung und Wärmepumpen-Außeneinheit sind dabei aufeinander abgestimmt. Der Umbau kann in drei Phasen erfolgen.
Phase 1: Brennwertkessel
Zunächst lassen sich beide Wärmeerzeuger als konventionelle Gas-
beziehungsweise Öl-Brennwertkessel einsetzen. Sie sind für den
direkten Kesseltausch in Ein- und kleinen Mehrfamilienhäusern
vorgesehen und stellen nach der Installation Heizwärme und
Warmwasser bereit.
Phase 2: Hybridbetrieb
Für den nächsten Schritt wird die montagefertige Hybridhydraulik am
Kessel installiert und eine Wärmepumpen-Außeneinheit,
beispielsweise eine WLW MB AH H, angeschlossen. Anschließend
können Wärmepumpe und Brennwertkessel gemeinsam betrieben werden.
Die Wärmepumpe übernimmt dabei möglichst die Grundlast, während der
Gas- oder Ölkessel bei höherem Wärmebedarf zugeschaltet wird. Das
kann beispielsweise bei Spitzenlasten oder bei der Warmwasserbereitung der Fall sein. Auf diese
Weise lässt sich der Einsatz des fossilen Energieträgers
reduzieren.
Phase 3: Elektrische Wärmepumpe
In einem dritten Schritt kann der Hybridkessel zu einer rein
elektrisch betriebenen Wärmelösung umgerüstet werden. Dafür wird
der Brenner durch einen elektrischen Zuheizer mit 9 kW Leistung
ersetzt. Hydraulik, Regelung und die Verbindung zur
Wärmepumpen-Außeneinheit bleiben erhalten. Besonders interessant
kann diese Betriebsweise sein, wenn ein großer Teil des benötigten
Stroms aus einer eigenen Photovoltaikanlage stammt.
Fachwissen zum Thema
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