Schranken und Sperren

Sicherung an Zu- und Ausfahrten

Komplexe Bürogebäude, große Theater, Konzert- und Opernhäuser, Einkaufszentren und ähnliche innerstädtische Bauten verfügen oft über Tiefgaragen, Parkhäuser, Parkhöfe oder Parkdecks. Während Treppenhäuser, Schleusen und Aufzüge den Zugang für Personen ermöglichen, regeln Schranken die Zu- und Ausfahrten für Autos und Motorräder. Diese Schranken (oder Barrieren) bestehen aus waagerechten, beweglichen Sperren, die auch Querriegel, Querbalken oder Schlagbäume genannt werden.

Der Schlagbaum wird gelenkig auf einer Stütze oder einem Sockel gehalten und kann entweder frei auskragen oder auf einem weiteren Pfosten aufliegen.
Zum Öffnen schwenkt der Balken vertikal nach oben. Ähnlich wie Türen und Fenster können die Balken rechts- oder linksöffnend sein.
Unterhalb des Balkens hängende sowie oberhalb des Riegels stehende Gitter sollen ein Überklettern oder Unterkriechen verhindern.

Abmessungen

Der Schlagbaum ist gelenkig auf einer Auflagestütze oder einem Sockel befestigt. Er kann frei auskragen oder auf einem weiteren Pfosten aufliegen. Die Länge der Balken (oder Riegel) reicht üblicherweise von 2,00 Metern – etwa der Breite eines Autos – bis zu 10 Metern. In Sonderfällen sind auch größere Abmessungen möglich. Bei mehreren Fahrspuren werden häufig mehrere Balken nebeneinander oder versetzt angeordnet.

Öffnungsmechanismus

Zum Öffnen schwenkt der Balken vertikal um 90 Grad nach oben. Bei engen Einbausituationen kommen platzsparende Modelle mit Falt- oder Knickmechanismen zum Einsatz. Wie Türen und Fenster können die Balken rechts- oder linksöffnend sein. Die Bewegung erfolgt entweder manuell durch Anheben oder – in öffentlichen und stärker frequentierten Bereichen – motorisiert und elektronisch gesteuert. 

Komponenten

Die Steuerung ist oft mit weiteren Komponenten verbunden, etwa Zahl-, Karten- oder Codelesegeräten, biometrischen oder smarten Erkennungsstationen für Gesichter, Fingerabdrücke oder Nummernschilder, Pförtnerdiensten, Kameras, Gegensprechanlagen, Spiegeln, Sensoren und Induktionsschleifen im Boden.

Um Beschädigungen durch unbeabsichtigtes Berühren zu vermeiden, tragen die Balken meist rot-weiße oder gelbe Warnmarkierungen, ähnlich denen von Baken und Pollern. Baken und Poller können zudem Zu- und Ausfahrten ergänzen und steuern, ebenso abgehängte oder an Unterzügen montierte Schilder mit Angabe der maximalen Durchfahrtshöhe. Gitter oder Geflechte unter- oder oberhalb des Balkens sollen unbefugtes Überklettern oder Unterkriechen verhindern. Für eine vollständige Schließung von Garagen oder Parkräumen sorgen Tore, ggf. mit Segment- oder Gitterflügeln, und Rollgitter. 

Wirkung und Sicherheit

Neben der Funktionalität spielt die Gestaltung eine wichtige Rolle. Viele Zufahrten wirken wie dunkle, bedrohliche Löcher und werden deshalb gemieden. Bauliche Transparenz, gute Beleuchtung, helle Farben und warme Materialien schaffen hingegen eine einladende, als sicherer empfundene Atmosphäre. 

Fachwissen zum Thema

Im Bauwesen werden Baken eingesetzt, um an Baustellen vor Hindernissen und Absperrungen beispielsweise bei Eingängen, Zufahrten und vor Ecken zu warnen.

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Zubehör

Bake

Türen, die keine Hauseingangs- und somit deutlich betonte Hauptzugänge sind, sondern Funktions- und Nebenräume erschließen, übernehmen verschiedene wichtige Funktionen als äußere Zugänge.

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Türarten

Fassadenseitige Funktions- und Nebenraumtüren

Pivot-Türen sind eine besondere Form der Drehtür. Die Bezeichnung leitet sich vom französischen Verb pivoter (= schwenken, schwingen) her (im Bild: geöffneter Zustand einer Aluminium-Holz-Pivot-Tür in einem Atrium in Amsterdam).

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Pivot-Tür

Poller sind im Amtsdeutsch Sperrpfosten. Im Bild: Ein Poller als Kontroll- und Zugangssperre vor dem Eingang in ein Bürogebäude.

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Zubehör

Poller

Bauwerke zum Thema

Die Kantgarage, manchmal auch Kantgaragen-Palast genannt, ist ein Paradebeispiel dafür, wie wechselhaft die Geschichte eines Hauses im Berlin des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts sein kann.

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Industrie/​Gewerbe

Kantgarage in Berlin

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