Schäl-Haftversuch

Verfahrensanweisung Schäl-Haftversuch und Definition von adhäsivem und kohäsivem Versagen

Bei der Herstellung von Structural-Glazing-Klebstoff ist die Qualität der Verklebung regelmäßig zu prüfen bzw. zu bestätigen. Eine einfache, aber zugleich sehr effektive Methode zur Überprüfung der Aushärtung und Haftung des Silikonklebstoffes stellt der sogenannte Schäl-Haftversuch (auch bekannt als Schältest, Raupenschätest, Peeltest) dar.

Die Prüfung findet mit den tatsächlich verwendeten Fügeteiloberflächen statt. Dabei wird ein Klebstoffstrang bzw. eine Klebstoffraupe auf den Untergrund aufgetragen. Nach einer definierten Aushärtedauer wird der Klebstoffstrang mit einem scharfen Messer einseitig entlang der Haftfläche auf ca. 30 mm eingeschnitten und das abgelöste Ende von der Oberfläche abgezogen. Ist der Klebstoff nicht durch Ziehen vom Untergrund ablösbar, wird der Strang mehrfach mit dem Messer bis zum Untergrund unter gleichzeitiger Zugbeanspruchung eingeschnitten.

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn kein adhäsives Lösen zwischen Klebstoff und Fügeteiloberfläche stattfindet; anzustreben ist ein kohäsives Bruchbild.

Fachwissen zum Thema

Bei Structural-Glazing Fassaden werden die Verglasungen an die Tragstruktur geklebt - dadurch werden glatte Fassadenansichten ohne sichtbare Profile möglich.

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Bemessung

Bemessung von Structural-Glazing-Fassaden

Hier wird Einkomponentenklebstoff zwischen Glas und Rahmen eines Fensters eingespritzt

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Lagern/​Verbinden

Klebeverbindungen